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Das Gebiet der Tahari (Schriftrolle 40)

(The Tahari Region von Ubar Luther)

"Die Tahari ist vielleicht am Schönsten in der Nacht. Während des Tages kann man sie wegen der Hitze und den Luftspiegelungen kaum betrachten. Während des Tages erscheint sie bedrohlich, weißlich, schimmernd vor Hitze, blendend, brennend. Männer müssen ihre Augen bedecken, einige werden blind, Frauen und Kinder bleiben in ihren Zelten. Aber mit dem Einbruch des Abends, mit dem Abschied der Sonne, wird sie weicher, freundlicher in ihrem rauen felsigen Gelände. Es ist diese Zeit, die Hassan, der Bandit nutzt, um sein Lager aufzuschlagen. Während die Sonne sank, wurden die Hügel, der Staub und der Himmel in hunderten von Tönen rot und, während die Lichter des Tages verblassen, verwandeln sich diese Rottöne langsam in tausende glänzende Goldtöne, die sich mit einem letzten Verlöschen des Lichts im Westen in ein glänzendes und dann düsteres blau und lila verwandeln. Dann wird der Himmel plötzlich schwarz und weit und hoch und schillert reich mit den reflektierenden Lichtern der Sterne, wie reine leuchtende Diamanten, die in der sanften und finsteren Stille des unschuldigen Friedens der Wüste brennen."
(Die Stammeskrieger von GOR, S. 169-170)

Die Stammeskrieger von GOR, das zehnte Buch des GOR-Zyklus, stellt Tarl Cabot's Reise in die Tahari-Region von Gor dar, einer riesigen öden Gegend, die eine große Wüste beinhaltet, umgeben von verschiedenen Dörfern und Städten. Diese Region liegt auf der südlichen Hemisphäre von Gor. Die Stammeskrieger von GOR beschäftigt sich sowohl mit den Stadtbewohnern dieser Gegend, den nomadischen Stammeskriegern und den Bewohnern der zahlreichen Oasen. Die Menschen und Bräuche dieser Gegend ähneln den arabischen Kulturen der Erde, besonders denen der Beduinen. Einige, wenn auch sicher nicht alle dieser Ähnlichkeiten werden in dieser Schriftrolle erwähnt werden. Was die Handlung betrifft, deckt dieser Roman einen heimtückischen Plan der gefürchteten Kurii auf, den ganzen Planeten Gor zu zerstören.

Die Tahari-Region liegt südöstlich von Ar unterhalb und etwas südlich der östlichen Ausläufer des Voltai-Gebirges. Im Westen der Tahari-Region trifft man schließlich auf die Ebenen von Turia. Über das Gebiet östlich der Tahari ist kaum etwas bekannt. Der goreanische Ausdruck Tahari übersetzt sich als "Ödfläche" oder "Leere". Das Gebiet ist geformt wie ein sehr großes, längliches Trapezoid mit ostwärts geneigten Seiten. Das Gebiet ist hunderte von Pasang tief und könnte tausende von Pasang breit sein. Das meiste Gelände ist felsig und hügelig, "... diese trockene unermessliche Weite, fast ein Kontinent von Felsen, Hitze, Wind und Sand." (Die Stammeskrieger von GOR, S. 36) Eine Ausnahme ist das Dünenland, wo es überwiegend Sand gibt.

In der Tahari weht fast ständig ein heißer Wind, aber dieser Wind ist meist willkommen, da er die Wüste erträglich macht. Der Wind weht gewöhnlich aus dem Norden oder Nordwesten, wodurch kaum Probleme entstehen. Aber im Frühling, wenn der Wind nach Osten oder im Herbst, wenn der Wind nach Westen dreht, kann es Probleme geben, die zu furchtbaren Sandstürmen führen. Wasser ist in diesen Gegenden sehr knapp und es gibt einige Bereiche, in denen es in hunderten von Jahren nicht geregnet hat. Die wichtigsten Wasserquellen sind die verstreuten Oasen, die von unterirdischen Flüssen gespeist werden, Zuflüssen die südöstlich vom Voltai-Gebirge fließen. Einige Gemeinden haben auch tiefe Brunnen gegraben, von denen sich einige mehr als zweihundert Fuß (60 m) tief in die Erde erstrecken um bis zum Wasser zu reichen.

Es gibt mehrere Städte, Orte und Dörfer in den Randgebieten der Tahari. An der nordwestlichen Ecke der Tahari liegt die opulente Stadt Tor. Weiter westlich von Tor, am Zusammenfluss des Unteren Fayeen und des Oberen Fayeen liegt die Stadt Kasra. Der Untere und Obere Fayeen, beides schwerfällige, gewundene Flüsse sind Zuflüsse des Cartius. Kasra ist ein wichtiger Hafen zur Verschiffung des Handelsgutes Salz. Das berühmte rote Salz von Kasra erhielt seinen Namen von der Stadt, da Kasra gewöhnlich der Hafen ist, von dem aus dies Salz aus der Tahari exportiert wird. Wenn man von Kasra aus den Unteren Fayeen aufwärts reist und sich dann östlich hält, erreicht man das Dorf Kurtzal. Kurtzal, nördlich von Tor gelegen, ist nicht viel mehr als Verlade- und Verschiffungsstation für gewerblichen Handel. Handelsgüter die von Tor nach Kasra geschickt werden, bringt man manchmal auf dem Landweg nach Kurtzal und transportiert sie dann über den Unteren Fayeen nach Kasra. Turmas ist ein turischer Außenposten, eine Handelsstation und Zitadelle am südöstlichen Rand der Tahari gelegen. Es sollte nicht mit den Steinen von Turmus verwechselt werden, einer anderen Handelsfestung. Teehra ist ein Bezirk der südwestlich von Tor liegt und an die Tahari grenzt. Es gibt vermutlich weitere solche Bereiche, aber sie werden in den Romanen nicht benannt oder näher bezeichnet.

Tor ist eine wohlhabende Stadt, berühmt für die Vielzahl an Vergnügungen, Bequemlichkeiten und Luxus, die dort zu finden sind. Das Wort "Tor" wird mit "hell" und "leicht" übersetzt. Tor ist der wichtigste Versorgungspunkt für die unterschiedlichen Wüstengemeinden der Tahari. Tausende von Karawanenhändlern haben hier ihr Hauptquartier und ein großer Teil der Stadt ist darauf ausgerichtet, ihren Handel zu unterstützen. So gibt es zum Beispiel zahlreiche abgeschlossene und bewachte Lagerhäuser, wo Waren gelagert werden können. Auch gibt es viele Handwerker und Künstler aus unterschiedlichen Kasten, die in der Stadt leben und ihrem Gewerbe nachgehen. Neben den Händlern, Handwerkern und Künstlern ist die Stadt oft angefüllt mit Besuchern aus vielen anderen Städten, die zum Vergnügen oder geschäftlich hier sind. In Tor ist der heißeste Teil des Sommers zwischen der Vierten und Sechsten Übergangshand. Dies ist vermutlich die langsamste und ruhigste Zeit des Jahres in Tor, da wegen der intensiven Hitze kaum Karawanen die Tahari überqueren wollen. Tarnreiter sind in Tor ungewöhnlich, vermutlich wegen des generell heißen Klimas. Als Tarl nach Tor reiste, wollte er nicht im Tarnsattel ankommen, da er wusste, dass ein Tarnreiter auffallen würde. Wenn viele Tarnreiter Tor besuchen würden, wäre das kein Thema gewesen, deshalb erscheint es logisch, dass Tarnreiter in Tor ungewöhnlich sind.

Die zahlreichen Handelskarawanen erfordern offensichtlich die Verwendung zahlloser Kaiila, das Reit- und Lasttier der Wahl in dieser Region. Deshalb gibt es eine große Industrie von Kaiilapflegern, Treibern und Ähnlichem, um diese Bedürfnisse zu befriedigen. Diese Tierpfleger und Treiber leben meist sehr nah in hunderten von Schuppen in der Stadt die ein eigenes Viertel bilden. Die Kaiilapferche liegen außerhalb des Südtores der Stadt. Obwohl Händler dazu neigen, ihre Karawanenwachen sogar zwischen den Trecks zu kennen und zu behalten, kommen und gehen die Treiber und Pfleger im Allgemeinen nach Bedarf und werden zwischen den Reisen nicht weiter beschäftigt. Sie erhalten keine sehr hohen Löhne. Ihre Entlohnung für eine Karawanenreise, die oft Monate dauert reicht nur ungefähr fünfzehn Tage, ein wenig länger, wenn sie sparsam sind. Dann nach ein paar Tagen Erholung und oft nach einem Kater suchen sich die Tierpfleger und Treiber eine neue Karawane. Sie werden meist nach zufälligem Muster ausgewählt, angeblich aus Gründen der Fairness. Aber der wahre Grund liegt darin, die Karawanen davor zu schützen, eine ganze Bande von Dieben und Banditen anzumieten, die später die Karawane angreifen und ausrauben könnten.

Die Stadt Tor wurde in konzentrischen Kreisen erbaut, die durch viele enge, verwinkelte Strassen unterbrochen werden. Dies ergibt sich aus der Lage in Bezug auf die Brunnen. Die wichtigste Wasserversorgung einer Stadt liegt meist in ihrem Zentrum, die auch gleichzeitig der beschützteste Bereich von Tor ist. Ein typischer Brunnen besitzt breite, flache und ausgetretene Stufen in konzentrischen Kreisen, die hinunter zum Wasser führen. Es regnet selten in Tor, deshalb ist Wasser sehr wertvoll. Das Wasser in Tor, wie überall in der Tahari ist leicht salzig und trübe, aber dennoch ist das Trinken ungefährlich. Trotz des seltenen Regens besitzen einige der Anwesen gut bewässerte Gärten. Das Wasser für diese Gärten muss gewöhnlich durch Ketten männlicher Sklaven von den Brunnen zu den Grundstücken getragen werden, wo es in die hauseigenen Zisternen entleert wird. Später entnehmen Haussklavinnen Wasser und bewässern sorgfältig die Gärten. Wasserverkäufer laufen mit gefüllten Verrhäuten und kleinen Bechern über der Schulter durch die Strassen der Stadt. Ein Becher Wasser kostet gewöhnlich einen Kupfertarsk, etwa soviel wie ein Paga in den meisten anderen Städten. Abdul, der Wasserträger, gut bekannt in Tor, lebt nahe des Osttores, das in der Nähe der Scherpferche der Verr liegt.

Die Gebäude in Tor sind gewöhnlich aus Lehmziegeln erbaut und mit buntem Putz bedeckt, obwohl dieser Verputz oft nach einiger Zeit abbröckelt. Diese Gebäude haben hohe, schmale Fenster, durch die ein Mensch nicht hindurch passt. Das ist ein verbreitetes Merkmal goreanischer Architektur. Die Gebäude sind selten höher als vier Stockwerke, ein praktikables Maß, um Häuser aus Lehmziegeln und Balken sicher bauen zu können. Auch liegt es zum Teil an der unregelmäßigen äußeren Form der Stadt, die in einem hügeligen und felsigen Gelände liegt. Die Stadtstrassen sind wie tiefe, eingezäunte Alleen und mitten in jeder Strasse ist eine Gosse, um die Abfälle aufzunehmen. Nachts sind viele der Strassen unbeleuchtet und deshalb sehr dunkel.

Die Stadt besitzt einen großen Bazar, einen Platz mit hunderten kleiner Handelsstände, die eine Vielzahl von Waren feil bieten. Es gibt auch Marktstrassen in der Nähe des Bazars, wobei meist jede Strasse einige Waren anbietet, die in Beziehung zueinander stehen. So gibt es zum Beispiel eine Waffenmacherstrasse und eine Strasse für Karawanentische in der Nähe des Bazars. Kleine, schuppenartige Kabinen aus verputzten Lehmziegeln sind in der Nähe der Strasse der Karawanentische und man kann sie mieten. Den Bazar selbst erreicht man gewöhnlich durch das Markttor. Die Händler kommen meist früh am Morgen zum Bazar, konkurrieren um Standplätze in der Nähe des Markttores. Dadurch kann man folgern, dass viele der Händler keine festen Standplätze im Bazar haben. Ihr Platz im Bazar verändert sich, je nachdem, wann sie am Morgen ankommen. Einige dieser Verkäufer kommen aus Dörfern aus der Umgebung von Tor.

Es sieht so aus, dass man statt Pagatavernen mehr als fünfzig Cafes in Tor findet, aber sie dienen im Grunde dem selben Zweck, wie Pagatavernen. "In den Cafes kann man wie in den Pagatavernen des Nordens die Realität einer Stadt erfahren, die neuesten Nachrichten hören, erfahren was los ist, wo die Gefahren lauern, wo das Vergnügen ist und wer die Macht besitzt." (Die Stammeskrieger von GOR, S. 47) Die Seiden-Oase, selbst in einer so weit entfernten Stadt wie Ar bekannt, ist ein extrem teures Cafe in Tor. Im mittleren Preisbereich rangieren Cafes wie der Goldene Kragen und die Silberne Kette, die beide dem selben Mann gehören, einem Mann aus Turia, der Haran heißt. Zu den guten, preiswerten Cafes gehören das Riemen, das Vermium, das Granatapfel, das Roter Käfig und das Vergnügungsgarten. Die Tänzerinnen im Granatapfel sind ausgezeichnet. Ein weiteres Cafe ist das Cafe der sechs Ketten, aber darüber wird fast nichts berichtet. Das goldene Kaiila ist dafür bekannt, Spieltische zu besitzen. Viele der Cafes stellen Kinder an, um für ihre Einrichtungen zu werben. Diese Kinder laufen durch die Stadt und versuchen, Menschen in die Cafes zu locken. Meist erhalten sie einen Kupfertarsk für jeden Kunden, den sie einbringen.

Ein beliebter Zeitvertreib in Tor, wie im gesamten Taharigebiet, ist ein Spiel, das Zar heißt. Anders als Kaissa, findet man in den Büchern ein komplettes Regelwerk, wie Zar gespielt wird. Dadurch kann das Spiel von jedem gespielt werden, der ein Brett und Spielsteine herstellen kann. Die Regeln sind leicht zu erlernen, obwohl es eine Zeit dauern kann, die damit verbundenen Strategien zu beherrschen.

"Zwischen ihnen hatten sie in die Platte ein Zar-Brett gekratzt. Es ähnelt dem Kaissa-Brett. Die Spielsteine jedoch, können nur auf die Kreuzpunkte der Linien im Inneren oder an den Rändern des Brettes gesetzt werden. Jeder Spieler hat neun Spielsteine gleichen Wertes, die ursprünglich auf den Schnittpunkten der neun inneren vertikalen Linien mit dem, was die hinterste horizontale Linie wäre, festgelegt durch den Rand des Brettes, aus der Sicht des jeweiligen Spielers, gesetzt werden. Die Ecken werden bei der Grundaufstellung nicht berücksichtigt, obwohl sie legitime Spielpunkte nach Spielbeginn darstellen. Spielfiguren sind meist Kieselsteine, Stückchen von Verrdung und Stöckchen. Die "Kieselsteine" werden zuerst bewegt. Sie bewegen sich jeweils eine Kreuzung weiter, wenn sie nicht springen. Man kann über die Spielsteine des Gegners oder über seine eigenen Steine springen. Man muss auf einen freien Punkt springen. Mehrfachsprünge sind zulässig. Die Aufgabe besteht darin, einen vollständigen Positionswechsel zu vollziehen. Der erste Spieler, dem es gelingt, alle Ausgangspositionen des Gegners einzunehmen, gewinnt. Figuren werden natürlich nicht genommen. Das Spiel geht um Strategie und Beweglichkeit."
(Die Stammeskrieger von GOR, S. 265)

Um die Bürger, Einwohner und Besucher zu schützen, ist die Stadtpolizei von Tor gut sichtbar, in weiße Roben gekleidet, mit roten Schärpen und mit Scimitar bewaffnet. Offensichtlich kann bei so vielen Händlern in der Stadt Diebstahl ein ernstes Problem sein. Deshalb wird es hart bestraft, um solche illegalen Machenschaften zu entmutigen. Einem männlichen Dieb wird, selbst beim ersten Vergehen, die rechte Hand abgeschnitten und solche Hände können auf einem hölzernen Brett ausgestellt werden. Diebinnen werden nicht auf diese Art verstümmelt, sondern stattdessen versklavt, auch selbst bei einem ersten Vergehen. Ansonsten wird in den Büchern nicht viel über das Rechtsystem in Tor gesagt.

Wie in vielen anderen goreanischen Städten ist die Sklaverei in Tor eine beachtliche Industrie. "Manche Städte, wie Tor, handeln mit Sklaven, meist indem sie neue Mädchen von Karawanen kaufen und sie mit Profit an andere Karawanenführer weiter verkaufen. Den Kriegern der Stadt wird für erbeutete Frauen aus feindlichen Städten ein Kopfgeld gezahlt, gewöhnlich ein Silbertarsk für eine durchschnittliche Frau in guter Gesundheit." (Die Stammeskrieger von GOR, S 19-20) Solche Anreize für Krieger aus Tor sind förderlich für deren Raubzüge. Öffentliche Sklavenhalter, mit ihren öffentlichen Sklavenpferchen kaufen und verkaufen Sklavinnen für kleines Geld. Es gibt sie vor allem als Service für Karawanenführer, um neue Mädchen aufzukaufen und später an Sklavenhändler weiter zu verkaufen. Es ist eine Dienstleistung und nicht dazu gedacht, der Stadt Profit einzubringen. Es ist wahrscheinlich, dass die Stadt damit gerade ihre Ausgaben deckt, und vielleicht ein wenig mehr einnimmt, wenn überhaupt. In den öffentlichen Sklavenpferchen kann ein Mädchen für einen Kupfertarsk untergebracht werden, allerdings kostet Unterricht extra.

Die Teppiche von Tor sind sehr berühmt und gleichen den orientalischen Teppichen der Erde. Die Herstellung solcher Teppiche kann ein langwieriger Prozess sein. Mittunter brauchen fünf Frauen mehr als ein Jahr um einen solchen Teppich zu machen. Die spezifischen Muster sind sehr kompliziert und sie werden innerhalb der Familien weiter gegeben. Aber sie werden nicht niedergeschrieben, sondern erinnert, manchmal sogar von blinden Männern. (Ein Abschnitt in Die Stammeskrieger von GOR berichtet, dass "Callers" (Rufer) die Teppichmuster erinnern, aber als die Unterkasten diskutiert werden, erwähnen die Romane keine "Callers". Stattdessen werden "Carders" (Wollkämmer) erwähnt, ein Ausdruck, der nicht definiert oder andernorts verwendet wird. Einer dieser beiden Begriffe könnte auf einen Schreibfehler zurückgehen.) Die Teppiche werden auf einfachen Webstühlen hergestellt, wo der Flor auf Kette und Schuss festgebunden ist. Einige der Teppiche haben bis zu vierhundert Knoten pro Quadrat-Hort. Jeder dieser Knoten wird einzeln durch eine freie Frau von Hand geknüpft. Die meisten der bei den Teppichen verwendeten Farben sind natürliche Farben, die zum Beispiel aus Gemüsen oder anderen, die aus Baumrinde, Blättern, Wurzeln, Blumen oder tierischen Produkten hergestellt werden.

Die Kaste der Teppichmacher ist offiziell eine Unterkaste der Kleidermacherkaste, obwohl sie sich selbst als eigenständige Kaste betrachten. Es ist ähnlich, wie die Situation der Sklavenhändler-Kaste, die legal eine Unterkaste der Händlerkaste ist, die sich aber oft als eigenständige Kaste betrachtet. Die Wollkämmer (Carders oder Callers respektive Rufer), Färber und Weber sind alle Unterkasten der Teppichmacher. Dies ist eines der wenigen, wenn nicht das einzige Beispiel einer Unterkaste von Unterkasten. Andere ähnliche Fälle mag es geben, aber die Bücher erwähnen sie nicht. Wir können vermuten, dass sie existieren, zum Beispiel in der Kaste der Schriftgelehrten. Eine Unterkaste sind die Anwälte und es könnte Unterkaste davon für jede gesetzliche Sparte geben.

Die goreanische Romanserie beschreibt einige verschiedene diverse Gegenstände, die Tor betreffen, die Bürger von Tor und damit verbundene Themen. Hier folgt jetzt eine Auswahl dieser Dinge.

  • Während er im Gebiet der Tahari unterwegs war, benutzte Tarl Cabot den Alias-Namen Hakim aus Tor.

  • Vor einem Jahrhundert regierte Administrator Shiraz, dann Bey von Tor, die Stadt.

  • Kassim war ein rebellischer Thronanwärter in Tor. Er wurde schließlich von den Sleen Hassans, des berühmten Sklavenjägers, in Stücke gerissen und getötet. Es ist unbekannt, wann dies geschah, allerdings wissen wir, dass Hassan während der Ereignisse von Kajira von GOR am Leben war.

  • In Tor wurde ein Kaissa-Wettkampf während der zweiten Übergangshand des dritten Jahres von Administrator Heraklites durchgeführt. Es ist unbekannt in welchem Jahr dies geschah.

  • Quintus von Tor ist ein berühmter Kaissa-Spieler, ein Meister des Spiels.

  • Die torianische Verteidigung ist eine weit bekannte Kaissa-Verteidigung, eine Erwiderung zum Einleitungszug von Ubars Speerträger nach Ubar Vier, eine verbreitete Eröffnung. Rot antwortet darauf mit dem Zug vom Schriftgelehrten des Ubars nach Speerträger Vier.

  • Zur Zeit von Die Stammeskrieger von GOR hält man Harif für den besten Schwertkämpfer in Tor.

  • Andreas von Tor, von der Kaste der Dichter, verliebte sich in eine der Frauen von Tharna mit einer Silbermaske. Anschließend wurde er versklavt und in die Silberminen geschickt. Er konnte letztlich entkommen und bei der Revolution in Tharna mithelfen und er kam wieder mit der Frau seiner Liebe zusammen.

  • Das torianische Quadrat ist eine militärische Formation der Infanterie und könnte seinen Ursprung in Tor haben, wodurch auch der Name erklärt wäre, aber die Bücher bleiben in diesem Punkt unklar. Die Phalanx war die wichtigste Infanterie-Formation auf Gor, aber es ist schwierig, ihren Zusammenhalt auf rauem Gelände zu gewährleisten. Das torianische Quadrat hat überlegene Beweglichkeit und Umgruppierungsmöglichkeiten und machte damit die Phalanx unmodern. Nur noch wenige goreanische Städte verwenden die Phalanx. Der Einsatz der Kavallerie sollte schließlich die Kriegsführung verändern, so dass auch das torianische Quadrat weniger nützlich wurde, obwohl es manchmal noch immer eingesetzt wird. Die Romane beschreiben den Aufbau eines torianischen Quadrates nicht. Wir können mutmaßen, dass es der antiken römischen Manipel oder Kohorte ähnelt, beides Formationen, die wegen der Nachteile der Phalanx entwickelt wurden und die überlegene Mobilität und Umgruppierungsfähigkeiten boten.

"In der Tahari," sagte Hassan, "ist es gut, aus der Tahari zu sein, wenn man leben möchte."
(Die Stammeskrieger von GOR, S. 175)

Das Überleben in der Tahari kann sehr schwierig, wenn nicht sogar unmöglich sein, wenn man sich nicht der Gesetze der Wüste bewusst ist, wenn man die Feinheiten des Überlebens in der Wüste nicht kennt. Als ersten Eindruck stellt man fest, dass es hier extrem heiß sein kann. Wenn die Sonne auf den Sand nieder knallt, kann die Oberfläche eine Temperatur von 175 Grad Fahrenheit (80 Grad Celsius) erreichen. Obwohl schattige Bereiche einigen Schutz bieten können, können auch hier die Temperaturen 140 Grad (60 Grad Celsius) erreichen. Aber, was vielen vielleicht nicht bewusst ist, dass kaum einen Fuß unter der Oberfläche die Temperatur um bis zu 50 Grad Fahrenheit niedriger sein kann. Deshalb besteht ein Überlebenstrick darin, einen Schutzgraben auszuheben, um Schatten und kühlere Temperaturen zu erzielen. So ein Graben kann ungefähr vier oder fünf Fuß (1,2 bis 1,5 m) tief sein und er ist meistens recht eng, nur ungefähr achtzehn Inch (45 cm) breit. "Der Graben wird natürlich in seiner Längsrichtung senkrecht zum Pfad der Sonne gegraben, um dadurch ein Maximum an Schatten für möglichst lange Zeit zu erzielen." (Die Stammeskrieger von GOR, S. 21)

Aber der Schlüssel zum Überleben in der Tahari liegt in der Konzentration auf Wasser. "Man geht nicht allein und ohne Wasser während des Tages in den Sand. Interessanterweise sind die Nächte, wegen des fehlenden Oberflächenwassers kühl und mitunter frostig, wenn die Sonne untergegangen ist. Deshalb bewegt man sich, wenn man nicht in einer Karawane reist, bei Nacht fort." (Die Stammeskrieger von GOR, S. 21) Es regnet sehr selten in der Tahari und einige Gegenden sehen viele Jahre lang keinen Regen. Wenn Regen fällt, ist er manchmal sehr heftig und kann die Landschaft in einen schlammigen Morast verwandeln. Da es wenig Erosion durch Regen gibt, gibt es wenig natürliche Wege um Wasser in bestimmte Gebiete abzuleiten. Stattdessen fällt das Wasser auf das flache Land in den losen Staub, ohne ablaufen zu können und bildet dicken Schlamm. Deshalb suchen die Männer der Tahari, wenn Regen fällt, höher gelegenes Gelände auf, um nicht im Schlamm stecken zu bleiben. Außerdem werden große Wolken schlafender Sandfliegen mitunter zu großer hässlicher Plage, die im Gefolge des Regens erwachen.

Das meiste Wasser in der Tahari ist unklar und leicht salzig, aber es kann sicher konsumiert werden. Die Menschen in der Tahari hinterlegen manchmal Wasserpfeile, Zeichen, die die Richtung von Wasserlöchern, unterirdischen Zisternen oder Oasen anzeigen. Dies erlaubt anderen, Wasserquellen zu finden, die sie sonst verfehlen würden. Manchmal graben sie auch nachts Felsbrocken aus, reinigen sie und legen sie ab, so dass sich am Morgen Tau daran bilden kann. Morgens lecken sie den Tau von den Steinen ab, obwohl der Nutzen sehr begrenzt bleibt. "Man kann seine Wasserschuld so natürlich nicht abtragen, mit einem Löffelchen voll Feuchtigkeit, das man auf diese Art gewinnt. Es befeuchtet jedoch Lippen und Zunge." (Die Stammeskrieger von GOR, S. 94) Wegen der überragenden Bedeutung von Wasser ist die Zerstörung einer Wasserstelle das verabscheuungswürdigste Verbrechen, dass es in der Tahari gibt. Es ist ein fast unfassbares Vergehen, weit entfernt von akzeptierten Methoden der Kriegsführung. Wo in den Städten von Gor das Vergiften eines Brunnen im Krieg akzeptabel sein mag, würde so etwas in der Tahari niemals akzeptiert werden. Das Verbrechen, eine Wasserquelle zu zerstören würde die Stammeskrieger und Nomaden gegen jeden Straftäter vereinigen, der unter langer Folter leiden wird, bevor man ihn öffentlich pfählt.

"Die Konservierung von Körperwasser ist der entscheidende Messwert zum Überleben. Man bewegt sich wenig. Man schwitzt so wenig wie möglich." (Die Stammeskrieger von GOR, S. 21) Man versucht, die Schweißentwicklung zu minimieren und so viel Feuchtigkeit wie möglich zurück zu halten, die durchs Schwitzen verloren gehen könnte. Die Männer der Tahari bewegen sich gewöhnlich langsam während der heißesten Stunden, vermeiden unnötige Bewegungen. Ihre Kleidung ist meist locker und weit, aber sehr dicht gewoben. Die äußere Bekleidung ist fast immer weiß, so dass das Sonnenlicht reflektiert werden kann. Die Weite der Kleidungsstücke wirkt in der Bewegung wie ein Blasebalg, der die Luft über die feuchte Haut zirkulieren lässt und so den Körper durch Verdunstung kühlt. Die enge Webebindung hält die Feuchtigkeit innerhalb der Bekleidung zurück und lässt sie im Idealfall wieder auf der Haut kondensieren. Wenn Wasser knapp ist, kommt es vor, dass sie nicht essen, da die Verdauung recht viel Wasser verbraucht. Proteine, Fleisch, Kailla-Milch, Vulo-Eier und Verr-Käse erfordern alle sehr viel Wasser zur Verdauung. Es braucht zwei Wochen zum Verhungern, aber nur zwei Tage um an Durst zu sterben.

Ein zusätzliches Risiko in der Wüste sind Sandstürme, die das Reisen schwierig machen können, wenn nicht sogar unmöglich. Allerdings vergraben solche Stürme selten etwas, da der Sand gewöhnlich genauso schnell wieder weggeweht wird, wie er in der Wüste abgelagert wird. "In der Wüste finden Verwesungsprozesse nur sehr langsam statt. Gut erhaltene Körper sind schon gefunden worden, die ein Jahrhundert früher getötet wurden. Skelette, außer denen, die von Vögeln oder Tieren abgefressen wurden, findet man selten in der Wüste." (Die Stammeskrieger von GOR, S. 22-23) Um in der Wüste besser navigieren zu können und um zu vermeiden, dass man sich verirrt, verlassen sich die meisten Reisenden und Karawanen auf das Rad, ein spezielles Suchmuster. "Hirten, Wachen oder Kaiilapfleger verlassen das Lager entlang einer "Speiche" eines Rades und verteilen sich in bestimmten Abständen. Die Zahl der Männer der Karawane legt die Länge der "Speiche" fest. Niemand aus der Karawane verlässt diese weiter als die Länge dieser Radspeiche, entsprechend der jeweiligen Karawane." (Die Stammeskrieger von GOR, S. 21) Wenn jemand sich verirrt, können die Männer entlang dieser Radspeichen leichter suchen. "Während das 'Rad' aus Menschen sich um seine Achse, das Lager, dreht, zeichnen die Männer in gewissen Abständen Pfeile in den Schmutz oder den Sand, oder, wenn Steine verfügbar sind, legen sie daraus Pfeile, die auf das Lager zeigen. Wenn die Suche abgebrochen wird, nach Erfolg oder Misserfolg, werden diese Markierungen wieder zerstört, damit man sie nicht für Wasserpfeile hält. ..." (Die Stammeskrieger von GOR, S. 22)

Noch ein weiteres Risiko in der Wüste sind Luftspiegelungen, von denen es mindestens drei verschiedene Arten gibt. Solche Trugbilder können zum Schicksal eines Mannes werden, wenn er an deren Realität glaubt. Die häufigste Luftspiegelung ist die Interpretation von Hitzewellen, die über der Wüste schimmern, wie kleine Wellen über Wasser. Wenn der Himmel in diesem Schimmer reflektiert wird, ist sie noch überzeugender. Die Oberfläche dieses illusionären Sees ist blau und erscheint noch mehr als Wasser. Die zweite Art ist die Fehlinterpretation von unterschiedlichem Gelände, wie felsigem Buschland, durchsetzt von aufsteigenden Hitzewellen als Oase mit Wasser, Palmen und Gebäuden. Bei der letzten Art wird eine weit entfernte, reale Oase im Spiegel der Luft darüber reflektiert und dann das Bild wieder in einem Winkel zurück nach unten geworfen. Dadurch erscheint die Oase sehr viel näher, als sie tatsächlich ist.

Es gibt viele Geheimnisse in der Wüste und sie werden eifersüchtig von den furchterregenden Bewohnern dieser Gegend bewacht. "Die Männer der Tahari töten diejenigen, die Karten von ihr herstellen. Sie kennen ihr eigenes Land, oder ihren Bereich darin und sie sind nicht darauf erpicht, dass andere ihn auch kennen lernen. Ohne einen Führer, der die Lage von Wasser kennt, wäre ein Betreten der Tahari selbstmörderisch." (Die Stammeskrieger von GOR, S. 101) Deshalb haben Besucher ohne kundigen Führer extreme Schwierigkeiten. Dies ist jedoch nicht ungewöhnlich für viele goreanische Städte, in denen es häufig Gesetze gibt, die Fremden das Anfertigen von Karten der Stadt verbieten. Das ist häufig eine Schutzmassnahme gegen potentielle Eindringlinge. In der Tahari werden auch Zeitpläne von Karawanen, Inventarlisten und Karawanenstrassen sorgfältig bewacht. Solche Informationen wären unbezahlbar für habsüchtige Räuber, die den Reichtum der vielen Händler begehren, die die Gegend bereisen.

In der Tahari gibt es zwei wesentliche Gruppen von Menschen, die eher sesshaften Bewohner der Oasengemeinden und die Gruppen von Nomaden. Obwohl es Gemeinsamkeiten zwischen diesen zwei Gruppen gibt, gibt es auch Unterschiede, manchmal sehr entscheidende. Viele Reisende in der Tahari treffen wahrscheinlich die Bewohner der Oasen, vor allem weil die Oasen dort sind, wo diese Reisenden Wasser finden. Wenn sie Nomaden treffen, dann meist wenn diese Nomaden Handel treiben wollen. Oder wenn sie von nomadischen Räubern überfallen werden.

Im Bereich der Tahari, westlich von Tor, sind zahlreiche Oasen-Gemeinden. Jede dieser Gemeinschaften zählt zwischen ungefähr einhundert bis zu mehreren tausend Menschen. Sie leben oft hunderte von Pasang voneinander entfernt. Diese Gemeinschaften sind extrem abhängig von den Handelskarawanen, zur Befriedigung ihrer Bedürfnisse. Diese Karawanen kommen meist aus Tor, manchmal auch aus Kasra oder sogar aus dem entfernten Turia. Die Karawanen ziehen gewöhnlich entlang des westlichen oder aber des weit östlichen Randes der Tahari, wo die Karawanen mit sehr viel weniger Problemen zu tun bekommen, als im Inneren  der Wüste. Da die Oasen klein und unregelmäßig verteilt sind, oft mehr als zweihundert Pasang auseinander, durchqueren fast nur Salzkarawanen das Dünenland. Handelskarawanen bringen den Oasen eine Vielzahl von Waren, einschließlich von Rep-Tuch, besticktem Stoff, Seiden, Teppiche, Silber, Gold, Juwelen, Spiegel, Kailiauk-Fangzähne, Parfüme, Häute, Felle, Federn, wertvolle Hölzer, Werkzeuge, Nadeln, bearbeitete Lederwaren, Salz, Nüsse und Gewürze, Dschungel-Vögel, die als Haustiere begehrt sind, Waffen, rohes Holz, Bleche aus Zinn und Kupfer, Bazi Tee, Hurt-Wolle, geschmückte und perlenbesetzte Peitschen, Kajirae und viele andere Dinge, Sereem-Diamanten und Opale, die im Steinhandel der Tahari selten sind und deshalb hohe Preise bringen.

Die Oasen-Gemeinden brauchen die Karawanen aber auch als Abnehmer für ihre eigenen begrenzten Exporte. Das wichtigste Exportgut der Oasen sind Datteln und gepresste Dattelriegel. Eine Dattelpalme kann über einhundert Fuß (30 m) hoch werden und es dauert zehn Jahre, bis die Palme das erste Mal Früchte tragen kann. Aber wenn sie erst einmal Früchte trägt, wird sie im Allgemeinen mehr als einhundert Jahre lang Früchte tragen. Eine Dattelpalme liefert im Jahr zwischen vierzig und zweihundert Pfund (ein bis fünf goreanische Gewichte) an Früchten. Ein gepresster Dattelriegel ist lang und rechteckig, jeder wiegt ungefähr vier Pfund (einen goreanischen Stein).

Wasserstellen in einer Oase liegen gewöhnlich am tiefsten Punkt. Wohnungen werden meist auf höherem Gelände oder dort, wo nichts wächst, errichtet. Wenn Land fruchtbar ist und Nahrung hervorbringen kann, ist es zu wertvoll, um zum Wohnen verschwendet zu werden. Das Tal der Oase wird bewässert, oft von Hand oder hölzernen Maschinen, um die lebenswichtige Landwirtschaft zu gewährleisten. Die Gemeinden in den Oasen bauen eine Vielzahl an Früchten, Gemüsen und Getreiden an, einschließlich Sa-Tarna, Aprikosen, Bohnen, Beeren, Karotten, Katch, Korts, Larma, Melonen, Zwiebeln, Granatäpfeln, Radieschen, Suls, Tospits und Turnips. Katch ist eine Art belaubtes Blattgemüse. Korts sind braune, dickhäutige Gemüse, sphärisch, ungefähr sechs Inch (13 cm) dick. Ihr Inneres ist gelb fibrös und mit sehr vielen Samen durchsetzt. Wegen des warmen Klimas in der Tahari gibt es gewöhnlich zwei Ernteperioden, deshalb gibt es für die Gemeinden keine Not, Lebensmittel einzuführen. Rep wird auch angebaut, um als Stoff verwendet zu werden, obwohl es so aussieht, dass keine wesentlichen Mengen angebaut werden, da die meiste Kleidung von Karawanen gekauft werden muss.

Hier ist eine Liste und Beschreibung von den Oasen, die in den Romanen namentlich erwähnt werden. Man erinnere sich, dass es viele weitere Oasen in der Tahari gibt.

Oase von Farad:
Über diese Oase wird wenig gesagt. Wir wissen, dass Zad, ein Karawanenführer aus dieser Oase stammt.

Oase der lahmen Kaiila:
Über diese Oase wird wenig gesagt. Wir wissen, dass es eine kleine Oase ist. Als Tarl mehr als zweihundert Pasang nordöstlich der Oase der Neun Brunnen ist, kommentiert er, dass die nächste Oase zu dieser Position die Lahme Kaiila sei.

Oase der Schlacht am Roten Felsen:
Diese Oase unter der Vorherrschaft der Aretai wird als Außenposten betrachtet, da die Gegend westlich und südlich von dort als Domäne der Kavar, der Feinde der Aretai gilt. Sie liegt auch an der Grenze zum Dünenland und sie ist die letzte wichtige Oase für über zweitausend Pasang ostwärts. Der Pascha dieser Oase ist Turem a'Din, der auch der Anführer des lokalen Tashid-Clans ist. Die Oase hat eine Kasbah mit vier Türmen an ihrer nordöstlichen Seite und sie lässt zwei Flaggen auf diesen Türmen wehen, die der Aretai und die der Tashids. Es gibt ein einziges Tor zu dieser Kasbah. Die Oase hat fünf Palmenhaine mit einem Teich zwischen zwei der Haine und einige Obstgärten mit Granatäpfeln, die im Osten liegen.

Es gibt eine große Bank rötlichen Sandsteins, die hinter der Oase liegt, nord bis nordöstlich von ihrem tiefsten Punkt und Zentrum. Die Schlacht, die der Oase den Namen gab fand hier 10051 C.A. im sechsten Jahr der Herrschaft von Ba'Arub Pascha, dem Führer der Tashid statt, als er von den Aretai angegriffen wurde. Der Grund für den Krieg ist lange vergessen, aber die Taten von damals werden bis zum heutigen Tag diskutiert. Der Grund, warum Hammaran, ein Hauptmann der Aretai, zum Roten Felsen kam, ist auch unbekannt. Hammaran nutzte die Felsbank aus Sandstein als Ausgangspunkt während der Schlacht. Während eines entscheidenden Momentes in der Schlacht, griffen Hammarans Kavallerie und siebzig Leibwächter in die Schlacht ein und wendeten das Schicksal der Schlacht, um den Sieg für die Aretai zu erringen. Der Anführer der Tashid, Ba'Arub, starb auf der Felsbank zusammen mit zehn Männern, als er versuchte, Hammaran zu erreichen. Man sagt, dass Ba'Arub bis auf zehn Yard (9 m) an Hammaran herangekommen sei.

Diese Schlacht hätte nicht einmal stattfinden müssen. Als die Aretai angriffen, hätte sich Ba'Arub leicht in seine befestigte Kasbah zurückziehen können. Das hätte bedeutet, dass Hammaran die Kasbah hätte belagern müssen, eine extrem schwierige Unternehmung. Aller Wahrscheinlichkeit nach wäre Hammaran einfach abgezogen, statt eine Belagerung zu versuchen. Aber Ba'Arub wählte nicht diese Option, sondern zog es vor, den Aretai in offener Schlacht anzugreifen statt sich in seiner Festung zu verstecken. Seit ihrer Niederlage bei dieser Schlacht waren die Tashids loyale Vasallen der Aretai.

Oase der vier Palmen:
Über diese Oase wird wenig gesagt. Sie ist ein Außenposten der Kavar weit südlich vom Roten Felsen gelegen und sie liegt weiter von Klima entfernt als vom Roten Felsen.

Oase der Neun Brunnen:
Sie ist eine der wichtigen Oasen, beherrscht von Sulieman von den Aretai, eine der größten in der Tahari. Ungefähr 20000 Menschen leben hier, überwiegend kleine Farmer, Handwerker und ihre Familien. Sie besitzt eine Herberge mit Ställen, zwei öffentliche Bäder und einen öffentlichen Brunnen, der in der Nähe der Justizkammer liegt. Suliemans Palast ist ein aufwändiger Bau mit üppigen Vergnügungsgärten. Im großen Saal des Palastes ist das Eingangsportal geschnitzt und wie eine Kuppel geformt, während der Fußboden aus roten Fliesen zusammengestellt ist und es große gewölbte Fenster gibt. Viel mehr ist über diese Oase nicht bekannt.

Oase des Sand-Sleen:
Über diese Oase wird wenig gesagt, außer dass es eine Oase der Kavar ist.

Oase des Silbersteins:
Über diese Oase wird wenig gesagt. Wir wissen, dass sie unter der Hoheit der Char steht, Vasallen der Kavar. Die Oase erhielt ihren Namen vor Jahrhunderten als eine Gruppe durstiger Männer sie in einer Nacht betrat. Am nächsten Morgen schien der Tau auf den Felsen diese als aus Silber gemacht erscheinen.

Oase der zwei Scimitare:
Über diese Oase wird wenig gesagt. Wir wissen, dass sie eine isolierte und düstere Oase ist, weit abseits der üblichen Handelsrouten, die unter der Kontrolle der Bakah steht, die einst ein Vasallenstamm der Kavar waren. Ihr Herrscher ist Hasaad Pascha.

Es gibt zwei hohe Stämme in der Tahari, die Aretai und die Kavar und dies scheinen die einzigen beiden hohen Stämme zu sein. Der Ausdruck "hoher Stamm" scheint anzudeuten, dass diese beiden Stämme eine Anzahl anderer Stämme erobert und so eine größere Einheit gebildet haben. Es gibt einige Stämme in der Tahari, die weder Vasallen noch erobernde Stämme sind. Sie sind vor allem unabhängig und scheinen viel kleiner als die hohen Stämme zu sein. Ein Vasallenstamm ist im wesentlichen eine militärische Einheit, die einem erobernden Stamm untergeordnet ist. Obwohl meist einige symbolische Tribute vorkommen, ist der Vasallenstamm, auf seinem eigenen Gebiet fast völlig autonom. Er besitzt seine eigenen Anführer, Magistraten, Richter und Krieger. Die wichtigste Bedeutung ist die eines militärischen Verbündeten, der den erobernden Stamm wenn nötig mit Kriegern, Kaiila und Vorräten versorgt.

Wenn ein feindlicher Stamm erobert wird, wird er zum Verbündeten des Eroberers. "Der Mann der Tahari, besiegt, steht bereit, wenn ihm der Scimitar zurückgegeben wird, seinen Eroberer mit seinem Leben zu verteidigen. Der Eroberer, durch seine Kraft und sein Können und seinen Sieg, hat durch das Recht der Tahari einen Soldaten für seine Sache gewonnen." (Die Stammeskrieger von GOR, S. 177) Der Vasallenstamm muss dem erobernden Stamm über Wasser und Salz verschiedene Eide schwören. Dieses System half dabei, große Bereiche der Tahari zu befrieden, es führte zu deutlich weniger Konflikten und Kriegen. Kriege zwischen Vasallenstämmen sind nicht unbekannt, da die Eide nur speziell auf die erobernden Stämme bezogen sind. Außerdem verpflichten die Eide den erobernden Stamm nicht zur Unterstützung des Vasallenstamms in der Schlacht. Deshalb ist der erobernde Stamm nicht verpflichtet, dem Vasallenstamm zu Hilfe zu eilen, wenn dieser angegriffen wird. Sie können es tun, wenn sie möchten und werden es vielleicht auch, aber es ist nicht zwingend erforderlich.

Der hohe Stamm der Aretai wird von Sulieman, dem Ubar der Oase der Neun Brunnen, dem Herrn über tausend Lanzen und hohen Pascha der Aretai angeführt. Der Ausdruck "Ubar" wird hier wahrscheinlich mehr wie bei den Wagenvölkern benutzt. Er gibt keinen Hinweis darauf, dass die Aretai eine Krieger-Kaste wie die goreanischen Städte besitzen. "Sulieman war ein Mann mit Urteilsvermögen und Geschmack, er besaß auch große Intelligenz." (Die Stammeskrieger von GOR, S. 93) Shakar war ein Hauptmann der Aretai und Hamid war sein Leutnant. Während Die Stammeskrieger von GOR versuchte Hamid, Sulieman zu töten, indem er ihn erstach und versuchte Tarl die Schuld zuzuspielen. Die Menschen des Stammes der Aretai tragen häufig eine schwarze Kaffiyeh mit weißer Agal.

Zu den kleineren Vasallenstämmen der Aretai gehören die Raviri, die Tashid und die Stämme der Luraz. Vier weitere kleinere Stämme verbündet mit den Aretai sind die Ti, die Zevar, die Arani und die Tajuk. Die Arani und die Zevar haben einige Vorbehalte gegen die Tajuk, weil diese nicht wirklich ein Vasallenstamm sind. Deshalb sehen sich die Arani und Zevar als höhergestellt als die Tajuk und reagieren bitter, wenn diese besser behandelt werden, als sie.

Die Tajuk sind ein kulturell vereinter, aber gemischtrassiger Stamm. Viele von ihnen haben einen Epikanthus. Die Tajuk sind empfindliche, arrogante, stolze, großzügige und launische Leute. Vor mehr als zweihundert Jahren wurde ein umherwandernder Tajuk von den Aretai in der Wüste gerettet. Die Aretai behandelten ihn gut, gaben ihm Wasser und sogar ein Kaiila. Seit dieser Zeit kommen immer dann, wenn die Aretai ihre Vasallenstämme zusammenrufen auch die Tajuk. Da sie keine echten Vasallenstämme sind, haben die Aretai kein Recht, sie zusammen zu rufen und sie rufen sie nicht wirklich zur Schlacht. Stattdessen besucht ein Händler der Aretai das Zelt des Khan der Tajuk, ihres Anführers. Nach einigen Geschäften und etwas Tee wird der Händler beiläufig erwähnen, dass die Aretai sich für einen Krieg versammeln.  Der Khan wird fragen, wo das stattfindet und dann werden die Tajuk später dort eintreffen. Wenn sie die Aretai in der Schlacht unterstützen, halten die Tajuk immer die Frontlinien der linken Flanke der Aretai, was die Zevar- und Aranistämme irritiert, da es eine hervorgehobene Position ist.

Bei der in der Tahari üblichen Kriegsführung ist die linke Flanke die schwierigste Position. Bei dieser Kriegsführung sind Scimitar und Lanze die wichtigsten Offensivwaffen, während ein kleiner runder Schild die wichtigste Defensivwaffe ist. Es gibt eine Tendenz, wenn gegnerische Kräfte aufeinander prallen, dass die Kampflinien nach rechts abdriften. Dadurch entsteht die Gefahr, dass die linke Seite schließlich zu angreifbar und der rechten Flanke des Gegners gegenüber zu sehr geöffnet wird. Es gibt zahlreiche Möglichkeiten, dieses Problem zu umgehen, wie zum Beispiel die Kräfte auf der linken Seite tiefer zu staffeln, indem man Tharlarion an der linken Flanke einsetzt und Bogenschützen und Werfer einsetzt um die gegnerischen Kräfte aufzuhalten, oder das Gelände so auszuwählen, dass die rechte Seite gebremst wird, verlassene Uniformlinien und andere Dinge. Aber in den letzten zweihundert Jahren, seit die Tajuk die linke Flanke verteidigen, ist sie nicht mehr aufgerissen worden. Das ist ein Beweis für ihre Tapferkeit und ein offensichtlicher Grund warum die Aretai sie an dieser kritischen Position behalten.

Der hohe Stamm der Kavar wird von Haroun angeführt, ihrem hohen Pascha. Harouns Wesir ist Baram, der Scheich von Bezhad. Wenn ein Junge bei den Kavar die Pubertät erreicht, wird ein blauer Scimitar auf seinen linken Unterarm tätowiert. Die Spitze der Klinge biegt sich nach außen, also auf den Feind hin. Der Pennon von Haroun ist scharlachrot und weiß und die Farbe der Kavar scheint weiß zu sein. Zu ihren Vasallenstämmen gehören die Ta'Kara, die Char (mit ihrer Farbe rot) und die Kashani (ihre Farbe ist gelb). Für die Männer der Char ist es üblich, verschleiert zu sein. Die Bakah (mit der Farbe lila) waren nach ihrer Niederlage im Seidenkrieg von 8110 C.A. Vasallen der Kavar gewesen. Danach blieben sie zweihundert Jahre lang Vasallen. Obwohl sie jetzt kein Vasallenstamm mehr sind, kämpfen sie noch immer mit den Kavar. Die Kavar und ihre Vasallen können ungefähr 10000 Kaiilareiter mobilisieren.

Zusammen mit den goreanischen Titeln wie Ubar und Administrator werden in der Region der Tahari auch Ausdrücke wie Pascha, Bey, Scheich und Wesir (KHAN?) verwendet. Aber die Romane liefern nicht viel an Erklärung oder Definition dieser Begriffe. Wir können diese Worte türkischen oder arabischen Ursprungs aber untersuchen, um ein besseres Verständnis aus der Verbindung unseres Wissens mit den wenigen Informationen aus den Gor-Büchern zu erreichen.

Pascha, ein türkisches Wort wurde früher vor allem in der Türkei und in Nordafrika als Titel für militärische und zivile Offiziere benutzt. Im Osmanischen Reich wurde dieser Titel meist Ministern, Provinzgouverneuren und Armeeoffizieren verliehen. Paschas herrschten über Gebiete, die Paschaluk oder Eyalet genannt wurden. Paschas stehen im Rang über Beys aber unter Wesiren. Beim Gebrauch folgt der Titel dem jeweiligen Eigennamen. Diese Art des Gebrauchs wird auch in Die Stammeskrieger von GOR befolgt, wie Textstellen in der Art von "Sulieman Pascha" und "Hasaad Pascha" belegen. Die Paschas in Die Stammeskrieger von GOR sind vor allem Anführer, die Fürsten von Oasen. So können aber auch Anführer von Stämmen bezeichnet werden. Einige Männer können mit beidem, als Ubar und als Pascha angesprochen werden.

Bey, ein türkisches Wort für "Häuptling", wurde traditionell für die Anführer kleiner Stammesgruppen verwendet, es war aber auch eine generell respektvolle Anredeform für türkische Menschen seit alters her. Später verwendeten es die Osmanen, um lokale Herrscher zu bezeichnen. Der Titel wurde schließlich erblich. Die Bereiche, in denen Beys regierten wurden Beylik genannt, grob gesagt so etwas wie "Emirat" oder "Fürstentum". Wie beim Pascha folgt der Titel dem jeweiligen Eigennamen. In Die Stammeskrieger von GOR haben wir im Grunde nur ein Beispiel eines Bey, Administrator Shiraz, der auch der Bey von Tor war. Dadurch erfahren wir allerdings nur wenig über den goreanischen Gebrauch des Titels.

Wesir, das auch Wasir buchstabiert werden kann, ist der arabische Ausdruck für einen hochrangigen religiösen oder politischen Berater, oft im Dienst eines Königs oder Sultans. In Die Stammeskrieger von GOR haben wir im Grunde nur ein Beispiel eines Wesirs, Baram, der der Wesir von Haroun, dem hohen Pascha der Kavar ist. Baram ist offensichtlich ein Berater Harouns.

Scheich, auch Shaikh, Shaykh und Sheikh buchstabiert, ist ein arabischer Ausdruck, der sich im Allgemeinen auf einen älteren oder verehrten alten Mann bezieht. Er kann sich auch auf einen religiösen Beamten, den Anführer einer arabischen Familie oder eines Dorfes oder den traditionellen Titel eines Stammesführers der Beduinen beziehen. Baram, der gleichzeitig der Wesir von Haroun ist, wird auch der Scheich von Bezhad genannt. Das könnte bedeuten, dass er auch der Führer eines Dorfes namens Bezhad ist. Es zeigt auch, dass man mehrere Titel, wie Scheich und Wesir haben kann.

Die Nomadenstämme der Tahari ziehen normaler Weise durch diese Wüste, indem sie sich von einem Gebiet mit Verr-Gras zu einem anderen oder aber von einem Wasserloch zum nächsten Wasserloch fortbewegen. Die kleineren Wasserlöcher werden im Frühling benutzt, da sie in der großen Hitze des Sommers als erste austrocknen. Im Allgemeinen wächst wegen all der Tiere, die dort weiden kein Gras an diesen Wasserlöchern. Es sind kaum mehr als schlammige Tümpel mit ein paar verkrüppelten Bäumen. Obwohl man in diesen Oasen Kaiila und Verr findet, so doch meist nicht in großer Zahl. Die Herden dieser Tiere werden überwiegend von Nomaden gehalten. Diese Nomaden treiben Handel mit den Gemeinden der Oasen, meist tauschen sie Fleisch, Häute und Stoffe aus Tierhaar gegen Sa-Tarna-Körner und Bazi-Tee.

Wenn Nomaden ein Lager einrichten, siedeln sie, soweit möglich wegen seines Schattens in der Nähe eines Baumes und sie hängen auch ihre Besitztümer an diesem Baum auf. Sie werden auch versuchen, ihr Lager auf einer Anhöhe anzulegen. Nachts werden die Kaiila gefesselt, indem man die einfache Figur einer Acht aus Kaiila-Haar zwischen ihren Pranken und ihren Knien bindet. Das Kaiila wird anschließend in einen Kreis aus Zelten gegeben und in jedem dieser Kreise wird auch durch Kaiilajungs Futter bereitgelegt. Auch Kajirae werden so an den Füssen gefesselt. Die Nächte sind frostig, deshalb stehen ihre Zelte meist östlich, so dass sie von der aufgehenden Sonne am Morgen erwärmt werden. Ein typisches Nomadenzelt ist ungefähr zehn Fuß (3 m) tief und zehn bis fünfzehn Fuß (3 bis 4,5 m) breit, getragen von hölzernen Rahmen. Der Boden darin ist geglättet und mit Matten ausgelegt. Auf der Rückseite der Zelte ist die Plane tief gespannt, erstreckt sich bis zum Boden, dort werden Gegenstände gelagert. Haushaltsgegenstände und der Besitz von Frauen werden auf der linken Seite gelagert, während die Sachen der Männer, Decken, Waffen und Ähnliches rechts liegen. Die Sachen werden gewöhnlich in Lederbeuteln verschiedener Größe aufbewahrt. Sie werden von Frauen gemacht und sind oft mit Fransen versehen, bunt und reichlich dekoriert. Zeitmessgeräte sind sehr selten und die Menschen der Tahari berechnen ihre Zeit häufig nach Vorgaben wie der Geschwindigkeit einer Kaiila, dem Kreis und dem Stock und der Sonne. Auch Sanduhren werden mitunter verwendet.

Sa-Tarna ist das wichtigste Lagergetreide der Nomaden. Die meisten Leute kennen das normale gelbe Sa-Tarna, das Lagergetreide vom restlichen Gor. Aber es gibt eine gekreuzte, bräunliche Sorte, die an die Hitze adaptiert ist und in der Tahari wächst. Die Nomaden essen wenig Fleisch, da ihre Tiere wegen ihrer Haare, Milch und ihrem Handelswert zu wertvoll sind. Räuber allerdings essen viel Fleisch, da die Tiere ihnen wenig bedeuten und man sie leicht bei Überfällen erbeuten kann. Tee ist sehr wichtig für die Nomaden und viele andere in der Tahari. Er wird gewöhnlich heiß und stark gezuckert serviert, in drei kleinen Tassen, sorgfältig abgemessen. Jede Tasse enthält ungefähr zwei Unzen. Der Tee gibt ihnen Stärke, durch die Wirkung des Zuckers und kühlt sie, weil er sie schwitzen lässt, während er sie gleichzeitig anregt. Verr- und Kaiilamilch sind in der Tahari übliche Getränke. Kaiilamilch ist rötlich und hat einen starken, salzigen Geschmack, da sie viel Eisensulfate enthält.

Die meisten Menschen der Tahari genießen starken Geschmack und Gerüche, wie bei heißen Pfeffern und scharfen Gewürzen. Selbst ihre Kinder lieben diese Aromen. In der Tahari isst man eine Art Schaschlik, Fleisch und Gemüse auf einem Metallspieß gegrillt, zum Beispiel Stücke von Verr-Fleisch mit Scheiben von Paprika und Larma. Black-Wine, ein goreanisches Getränk ähnlich dem irdischen Kaffee, wird in der Tahari getrunken. Er ist stark und bitter, deshalb trinken ihn viele entweder verfeinert oder in ganz kleinen Schlucken. Er wird gewöhnlich mit Zuckern, Sahnezubereitungen und Milch verfeinert. Traditionell wird er in zierlichen Tassen mit verschiedenen Zuckern und pulverisierter Boskmilch (wenn eventuell auch nicht in der Tahari) serviert. Möglicherweise ist er nur in der reichsten Oase verfügbar. Es gibt eine Szene mit einem silbernen Krug Black-Wine, mit einem Tablett mit Löffeln und Zucker. Zierliche Löffel, mit Spitzen, deren Durchmesser kaum größer als ein Zehntel Hort (3mm) ist, werden benutzt, um vier Portionen weißen Zuckers und sechs Portionen gelben Zuckers in eine kleine Tasse zu geben. Für jeden Zucker werden andere Löffel zum Umrühren benutzt. Sklavinnen halten die Tasse an beide Wangen, um die Temperatur zu prüfen und küssen die Seite der Tasse vor dem Servieren. Zwei Mädchen tragen zum Service bei, eine gießt den Black-Wine ein und die andere gibt die Zucker dazu.

Das wichtigste Reittier im Bereich der Tahari ist die Sand- oder Wüstenkaiila, ähnlich aber nicht identisch der südlichen Kaiila, die von den Wagenvölkern eingesetzt werden. Sandkaiila säugen ihre Jungen, während die südlichen Kajira lebendgebärend sind, aber nicht säugen. Sie sind im Gegensatz zur fleischfressenden südlichen Kaiila Allesfresser und müssen öfter Nahrung aufnehmen. Sandkaiila haben einen langen Hals mit einem langen, graziösen Kopf, der fangzahnbesetzte Kiefer und dreilagige Augenlider besitzt, wobei das dritte Lid eine transparente Membran ist, die bei Stürmen nützlich ist. Sandkaiila sind fast alle lohfarben, allerdings gibt es einige schwarze. Sie haben etwa zweiundzwanzig Hand Schulterhöhe. Sie haben einen geschmeidigen Gang und sind schnell und wendig wie Katzen, allerdings auch nervös und übellaunig. Ihre Pranken sind sehr gut gepolstert, viel breiter als die der südlichen Kaiila und die Zehen besitzen lederne Häute, ähnlich Schwimmhäuten. Dadurch können sie besser die Wüstengebiete durchqueren. Mit ihrer unglaublichen Ausdauer kann eine Kaiila unter Idealbedingungen an einem einzigen Tag bis zu sechshundert Pasang, 420 Meilen (675 Km), zurücklegen. Dennoch gilt im Dünenland ein Kaiila, das fünfzig Pasang, fünfunddreißig Meilen (56 km) zurücklegt, als gut ausgelastet. Wüstenkaiila können auch gut Wasser aufspüren. Ihr Haar wird nie geschoren, obwohl man es aufsammelt, wenn es ausfällt. Das teuerste Haar ist weich und seidig, man findet es am Bauch des Tieres. Es gibt noch eine untere Haarschicht, die auch weich, aber kräftiger ist, die zur Herstellung der meisten Stoffe dient. Die langen Außenhaare sind am gröbsten und werden für Seile und Zeltplane benutzt.

Kaiila können entweder als Kriegs- oder als Lastkaiila trainiert werden. "Übrigens ist die Karawanenkaiila, sowohl wenn sie als Packtier als auch wenn sie als Reittier für Wachen und Krieger eingesetzt wird, mit vielen Glöckchen versehen. Das hilft dabei, die Tiere zusammen zu halten, macht es leichter, in der Dunkelheit weiter zu kommen und das wird dadurch in einem Land, wo man häufig kaum einhundert Yard (90 m) bis zur nächsten Düne oder Ebene sehen kann, zu einem Überlebensfaktor." (Die Stammeskrieger von Gor, S. 22) Kaiilasättel sind hohe, leichte Sättel und ziemlich teuer. Männer tragen ihre Sättel selbst und erlauben kaum einer Sklavin ihn zu tragen. Markierungen am Sattel können den jeweiligen Stamm bezeichnen. Nachts werden die Sättel ins Zelt gebracht und rechts hinten im Rückraum abgelegt.

Der Kaiilazügel ist ein einzelner Zügel, der aus verschiedenen Lederschnüren geflochten ist, oft zehn bis zwölf Streifen sonnengegerbten, gefärbten Leders. Solche Streifen werden mit Messern geschnitten, was große Übung erfordert. Der Zügel ist durch ein Loch gebunden, das durch das rechte Nasenloch der Kaiila gebohrt wurde. Unter dem Kiefer wird er dann nach links geführt. Um die Kaiila nach links zu lenken, zieht man den Zügel einfach nach links. Um das Tier nach rechts zu lenken, zieht man Zügel nach rechts und übt damit Druck auf die linke Wange aus. Um die Kaiila anzuhalten zieht man am Zügel nach hinten. Um zu starten oder die Kaiila anzutreiben tritt man dem Tier entweder in die Flanken oder benutzt die drei Fuß (0,9 m) lange Kaiilapeitsche.

Eine Tierart ist mit den Sandkaiila eng verbunden, und zwar sind es die Zadit, kleine lohfarbene, spitzschnabelige Vögel. Sie fressen Insekten und ernähren sich unter anderem von Sandfliegen. Oft landen sie auf Kaiila und fressen die Insekten, die diese Tiere heimsuchen. Aber ihr spitzer Schnabel hinterlässt kleine Wunden auf der Kaiila. Wenn sich diese Wunden infizieren, beginnen sie zu schmerzen und die Treiber müssen sie mit Umschlägen aus Kaiiladung behandeln. Ein anderer Vogel der Tahari ist der Wüsten-Zad, ein großer, breitflügeliger schwarz-weißer Vogel. Er hat einen langen, schmalen, gelblichen und am Ende leicht gebogenen Schnabel, der zum stochern und ziehen gut zu gebrauchen ist. Es ist ein Aasfresser wie der Geier der Erde. Er hackt gern die Augen geschwächter Opfer aus. Zad verschlingen Fleischbrocken und tragen sie ins Nest, wo sie diese wieder in die Schnäbel der Küken hervorwürgen. Zad folgen oft den Marschrouten der Salzsklaven von Klima und warten darauf, dass Sklaven unterwegs sterben. Es gibt noch andere Tiere im Bereich der Tahari, aber viele sind selten und es gibt sie nur in kleiner Zahl. So findet man zum Beispiel den Sand-Sleen und einige Tabukarten in der Tahari.

Es gibt verschiedene Arten von Pflanzen, die in der Tahari heimisch sind. Der Flahdah ist ein Baum mit schmalen Zweigen und lanzettförmigen Blättern. Der Stamm beugt sich wie eine Palme und er sieht aus wie ein flacher Schirm auf einem verwachsenen Stiel. Er wird selten höher als zwanzig Fuß (6m). Das Wüsten-Veminium ist eine kleine lila Blume, die an den Rändern der Tahari wächst und aus der man Parfüm herstellen kann. Die Blumen werden in Wasser gekocht und die Dämpfe werden in ein Öl kondensiert. In der Tahari wird dieses Öl mitunter mit Wasser vermischt und dazu benutzt, die Hand, die die Speisen führt vor und nach der Mahlzeit zu waschen. Telekint ist eine Pflanze der Tahari, deren zerquetschte Wurzeln, die mit Wasser vermengt werden, eine rote Farbe liefert. Kanda wächst hauptsächlich in Wüstengebieten, es ist ein Strauch, dessen gemahlene und getrocknete Wurzeln ein starkes Gift liefern. Die grünen Blätter des Strauches sind allerdings recht harmlos. Sie werden zu Strängen geformt und können gekaut oder gelutscht werden. Aber sie machen abhängig. Das Gift kann zu einer Paste verarbeitet und an Waffen verwendet werden. Die aufgeweichten Rückstände eines solchen Überzuges sehen auf einer Klinge weiß aus.

Eines der wichtigsten Exportgüter der Tahari ist Salz. Zahlreiche Variationen von Salz gibt es auf Gor, unter anderem weiße, rote und gelbe Sorten. In einigen Gegenden von Gor wird Salz als Währung gebraucht. Die ausgedehntesten und reichsten Lagerstätten von Salz findet man im Taharigebiet. Diese Lagerstätten sind für ungefähr 20% allen Salzes und aller mit Salz in Verbindung stehenden Produkte Gors, wie Medikamente, Antiseptika, Konservierungs-, Reinigungs- und Bleichmittel, Flaschenglas und Chemikalien zum Gerben, verantwortlich. Der größte Schutz der Salzindustrie der Tahari liegt in ihrer Abgeschiedenheit, den langen Karawanenwegen, die erforderlich sind, das Salz zu transportieren und den Problemen, es zu fördern, wenn man die Wüste zu wenig kennt. Das berühmteste Salz der Tahari ist das rote Salz von Kasra, rot wegen des Eisenoxids in seinen Verbindungen.

"Das rote Salz von Kasra, so genannt wegen des Hafens, wo es verschifft wird, war berühmt auf Gor. Es wurde aus geheimen Minen und Gruben geholt, tatsächlich tief im Inneren der Wüste, zusammengefasst in schweren Zylindern auf den Rücken von Packkaiila. Jeder Zylinder, fest an andere gebunden, wog ungefähr zehn Steine oder etwa vierzig Pfund, ein goreanisches 'Gewicht'. Ein starkes Kaiila konnte sechzehn solcher Zylinder tragen, aber die normale Last bestand aus zehn. Es wird eine gerade Anzahl transportiert, damit die Last ausbalanciert ist. Eine schlecht beladene Kaiila kann weitaus weniger transportieren als eine, deren Gewicht intelligent verteilt ist."
(Die Stammeskrieger von GOR, S. 20)

Eines der Hauptabbaugebiete in der Tahari für Salz sind die Solegruben von Klima. Klima ist tief im Dünenland versteckt und seine Lage wird gut gehütet. Es liegt grob südöstlich der Oase der Schlacht am Roten Felsen und der Kasbah des Salzubars. Ähnliche Gruben gibt es in anderen Teilen des Dünenlandes und ihre Lage ist genauso geheim. "In Klima und anderen solchen Gebieten ist Salz eine Industrie. Tausende dienen hier, gefangen gehalten von der Wüste." (Die Stammeskrieger von GOR, S. 238) Sklaven werden zu Fuß zu den Minen transportiert, mit Hauben über den Köpfen und in Ketten. Die Salzkrusten sind weiß und ihr Glanz kann Männer blind machen. Der Marsch wird in der Sonne durchgeführt, so dass nur die Starken die schwierige Reise überleben. Unterwegs gibt man den Sklaven wenig zu Essen, aber reichlich zu trinken, denn selbst die stärksten Männer sterben ohne Wasser. Die Märsche werden nicht im Sommer durchgeführt, da dann die intensive Hitze selbst die stärksten Männer zerstören würde. "Um Salzsklave zu sein, sagt man, muss man stark sein. Nur die Starken, sagt man, erreichen Klima." (Die Stammeskrieger von GOR, S. 220)

Für die tausende von männlichen Sklaven ist eine Flucht von Klima fast unmöglich. "Aus den geheimen Gruben von Klima, sagt man, ist kein Sklave je zurückgekehrt." (Die Stammeskrieger von GOR, S. 117) Den Salzsklaven steht es technisch frei, Klima zu verlassen, wann immer sie möchten. Aber sie können nirgends hingehen, da Klima auf allen Seiten von mehr als tausend Pasang Wüste umgeben ist. Kaiila sind in Klima nicht erlaubt, selbst nicht für die Wachen. Es gibt einen Brunnen, aber kein anderes Wasser im Umkreis von tausend Pasang. Außerdem gibt es nur wenige Wassersäcke in Klima und die, die es gibt, können nur ein Talu, etwa zwei Gallonen (7,6 l) aufnehmen. Wasser wird meist in kleinen schmalen Wassereimern transportiert, an hölzernen Jochs, mit Kellen daran, für die Sklaven. Obwohl Klima seine eigene Wasserversorgung hat, ist es wegen der Nahrungsmittel abhängig von Karawanen. Diese Nahrung wird an ausgekundschafteten Bereichen ausgeliefert, einige Pasang entfernt von den Stellen, wo die Salzsklaven sie später erhalten werden. Frauen sind in Klima nicht erlaubt, damit Männer sich nicht wegen ihres Besitzes umbringen. In den Minen müssen die Sklaven ihre Füße bis zu den Knien in Leder gebunden haben, da sie durch die Salzkrusten einbrechen. Das Salz würde ungeschütztes Fleisch zerfetzen und verbrennen. Ein Arbeitstag geht vom Morgengrauen bis zur Abenddämmerung und einige Männer töten andere, um leichtere Arbeitsplätze zu bekommen.

Wenn man in Klima ankommt, scheint man in einer riesigen, konkaven, viele Pasang breiten Schüssel zu sitzen. Sie ist von weißen Salzkrusten umgeben. Es gibt zahlreiche niedrige weiße Gebäude aus Lehmziegeln, verputzt wie die meisten Gebäude der Tahari. Die Fahne von Klima zeigt eine Peitsche und ein Scimitar. Es gibt weit mehr als nur Salzminen und Gruben in Klima.

"Neben den Minen und Gruben des Salzgebietes gibt es Lagerhäuser und Büros, in denen komplizierte Aufzeichnungen geführt werden und von wo Transporte zu den abgelegenen Lagergebieten in der Wüste arrangiert werden. Es gibt auch Verarbeitungsbereiche, wo das Salz von Wasser befreit und durch ein kompliziertes System von Gestellen und Pfannen, die meist der Sonne ausgesetzt sind, zu unterschiedlichen Qualitätsstufen raffiniert wird. Sklaven arbeiten dort, rechen das Salz zusammen, rühren und sieben es. Es gibt außerdem die Formhütten, wo das Salz in große Zylinder gepresst wird, so dass sie zusammengebunden und schließlich auf Packkaiila verladen werden können."
(Die Stammeskrieger von GOR, S. 240)

"Es ist unnötig, festzustellen, dass Klima neben der dort konzentrierten Salzindustrie die dazugehörigen Versorgungseinrichtungen dieser Schürf- und Verarbeitungsfabrik gibt, wie Küchen und Verwaltung, Schlaf- und Essräume, Strafbaracken, Versammlungsbereiche, Schmieden und Geschäfte, Quartiere für Wachen und Schriftgelehrte, eine Krankenstube für sie, und so weiter. In vieler Hinsicht ähnelt Klima einer Gemeinde, außer dass es zwei bedeutsame Unterschiede gibt. Es gibt dort weder Kinder noch Frauen."
(Die Stammeskrieger von GOR; S. 240)

Die Kaserne in Klima ist ein quadratisches, festungsartiges Gebäude, dass die Wohnräume und das Büro des Salzherren, des Anführers in Klima, beherbergt. Auch Waffen werden hier gelagert. In dieser Kaserne gibt es einen gewölbten Raum mit kühlen Fliesen in blau und gelb auf dem Boden. Der gegenwärtige Salzherr ist T'Zshal, der auch Sklave in Klima war. Angeblich war er den Meisten als Herr der Baracke 804 bekannt, um so seine wahre Position zu verbergen. Die einzige Art, Herr einer Baracke zu werden, ist, den aktuellen Herrn der Baracke zu töten. Allerdings wünschen sich viele gar nicht, so eine Position inne zu haben, da sie die Gefahren kennen, die sie mit sich bringt. Große Veränderungen könnten eventuell nach dem Krieg zwischen den Aretai und den Kavar und der Niederlage des Salzubars auf Klima zukommen.

Salz findet man auf Gor in fester Form oder als Lösung. In der Tahari findet man festes Salz entweder an der Oberfläche oder unterirdisch. Das Oberflächensalz kann wie in einer Mine oder einem Steinbruch gewonnen werden, manchmal findet man es sogar in Bergen und über sechshundert Fuß (180 m) hoch. Das unterirdische Salz kann sehr tief unter der Oberfläche sein und man braucht Männer, die dort unten leben, manchmal für Wochen an einem Stück, während sie es abbauen. In Klima jedoch findet man das meiste Salz gelöst in Sole-Gruben. Dies Salz kann auf zwei Arten gewonnen werden, entweder durch Bohrungen und Spülabbau oder in den tiefer liegenden Gruben indem man Sklaven hineinschickt, die die Sole manuell einbringen. Weitere Informationen über Bohrungen und Spülabbau findet man in Die Stammeskrieger von GOR, S. 239. Es gibt zwei unterschiedliche Arten von Sole-Gruben, offene und geschlossene. Offene Gruben können an der Oberfläche hervortreten, wo sie aus Quellen unterirdischer Flüsse gespeist werden. Diese gleichen Quellen durchdringen auch salzfreie Schichten und versorgen Klima mit Frischwasser. In den offenen Gruben überleben Sklaven allerdings nicht sehr lange, da sie den Elementen ausgesetzt sind. In den geschlossenen Gruben waten die Männer in die Sole oder überqueren sie auf Flößen. Ein Mensch kann in den salzigen Solegruben nicht untergehen. Die Sklaven füllen ihre Gefäße und entleeren sie dann in Hebesäcke. Diese Säcke sind an Haken befestigt und werden von Flaschenzügen über der Erde an die Oberfläche gehoben.

In den größeren, abgeschlossenen Gruben, die mehr als vierhundert Fuß (120 m) unter der Oberfläche sein können, werden große Flöße benutzt, um das salzige Wasser zu überqueren. Ein typisches Floß ist ungefähr zwölf Fuß (3,6 m) breit und etwa vier- oder fünfundzwanzig Fuß (7,2 - 7,5 m) lang. An jeder Ecke des Floßes ist eine kleine, ölgespeiste Lampe auf einer Stange, die das einzige Licht in der Grube spendet. Jedes Floß besitzt einen niedrigen Rahmen, worin die Sammelgefäße untergebracht sind, große hölzerne Salz-Zuber, jeder ungefähr drei Fuß (0,9 m) hoch und vier Fuß (1,2 m) im Durchmesser. Diese Zuber können in einer seitlichen oder quadratischen Anordnung in der Floßmitte aufgestellt sein. Die seitliche Anordnung ist bequemer zum Entladen, aber die quadratische Anordnung bietet bequemere Platzaufteilung an Deck. Es gibt gleichzeitig mehrere Flöße in der Grube, die voneinander nur einige hundert Yard oder aber auch bis zu mehr als einem Pasang entfernt sein können. Die Deckenhöhe in den Gruben variiert ebenfalls von manchmal einigen wenigen Fuß über den Köpfen bis zu einhundert Fuß (30 m) hoch.

Ein typisches Floß trägt acht Sklaven, davon drei Erntearbeiter, vier Männer zum Staken und einen Steuermann. Die Erntearbeiter wechseln die Position periodisch mit den Männern an den Stangen. Der Steuermann führt das Floß mit einem Steuerruder am Heck. Er führt auch eine Lanze mit sich, falls Raubtiere auftauchen. Die Männer an den Stangen bewegen das Floß voran, indem sie zwanzig Fuß (6 m) lange Stangen benutzen, die unten Gewichte tragen. Diese Gewichte sorgen dafür, dass die Stangen unter Wasser bleiben und so die daran arbeitenden Männer weniger ermüden. Da das Wasser oft nur zehn bis fünfzehn Fuß (3 - 4,5 m) tief ist, ist das Staken kein Problem. Allerdings ist das Wasser in einigen Gebieten viel tiefer und die Stangen werden nutzlos. Unter solchen Umständen werden Paddel benutzt, von denen jedes Floß vier besitzt. Aber dieses Paddeln ist langsam und anstrengend.

Die Erntearbeiter werfen einen perforierten Metallzylinder an eine Schnur gebunden ins Wasser. Dann ziehen sie ihn zurück an Bord und entleeren ihn in die Salz-Zuber. Nachdem die Zuber gefüllt sind bewegt sich das Floß zu den Salz-Docks in den Gruben. Dann werden die Zuber durch ein System von Flaschenzügen und Gegengewichten vom Floß gehoben. Während sie in der Luft hängen, werden die Zuber gekippt und der Salzschlamm wird dann in Hebesäcke mit großen Öffnungen geschaufelt und geschöpft. Diese Säcke werden dann auf Loren gezogen und geschoben, die auf eisenummantelten Schienen laufen, die zu den Haken der Hebeseile führen. An der Oberfläche bedienen Männer Winden und heben die Säcke an die Oberfläche. Dann wird das Salz zu den Trockentischen gebracht. Wenn es getrocknet ist, wird das Salz in Zylinder geformt und schließlich von den Sklaven zu den Lagergebieten in der Wüste gebracht, wo das Salz gestapelt, verkauft und an Karawanen verteilt wird. Dieses Salz wird in neun verschiedene Sorten eingeteilt und jeder Zylinder ist mit der entsprechenden Sorte markiert, mit dem Namen des Distrikts und dem Zeichen des Salzmeisters des Distrikts. Über die Unterschiede zwischen den neun verschiedenen Qualitäten des Salzes werden keine Einzelheiten genannt.

Die Solebecken von Klima sind nicht ohne Leben, einige Tiere haben sich an die einzigartigen Bedingungen dieser Becken angepasst. Lebewesen wie Lelt, Salamander, Flusskrebse und sogar Salzhaie leben hier. Die meisten von ihnen sind harmlos, obwohl der fleischfressende Salzhai sehr gefährlich sein kann und deshalb die Steuermänner auch Lanzen tragen. In Klima gab es einen Salzhai, der als der Alte bekannt war, ein großes Tier mit neun Kiemen, einem breiten, stumpfen Kopf und ohne Augen. Der Hai war weiß mit langer Rückenflosse und langem Schwanz. Auf dem Rücken in der Nähe der oberen Rückenflosse war eine lange Narbe. Ein Teil der Rückenflosse selbst war auch eingerissen und von früheren Lanzenangriffen vernarbt. Wegen des Salzgehaltes der Solebecken, schwimmen die Salzhaie, wenn sie nicht jagen oft halb aufgetaucht im Wasser. Ihre Kiemen befinden sich unterhalb und seitlich der Kiefer, eine Adaption ans Salz, die Energie spart, die sonst ständig verschwendet würde, um eine Tiefe im Wasser beizubehalten, die einen Sauerstoffaustausch möglich macht. Der Alte hatte offensichtlich in der Vergangenheit mehrere Salzsklaven getötet. Aber er wurde schließlich von Tarl Cabot und einigen anderen Salzsklaven erlegt, zu denen Hassan und T'Zshal gehörten. Auch T'Zshal starb fast dabei.

Einer der mächtigsten Männer in der Tahari war einst der Salzubar, auch bekannt als Hüter der Dünen. Seine Kasbah lag nordwestlich von Klima an einem geheimen Ort. Nur sehr wenige Händler im Salzgeschäft kennen den exakten Ort. Ihre Wände waren mehr als siebzig Fuß (21 m) hoch und sie hatte siebzehn quadratische Festungsmauern, die bis auf neunzig Fuß (27 m) ansteigen. Die vordere Mauer war ungefähr vierhundert Fuß (120 m) und die Seitenwände etwa vierhundertfünfzig Fuß (135 m) lang. Sie besaß ein großes Tor, dessen Flügel sich in der Mitte öffneten. Es war eine sehr luxuriöse Kasbah, die außerdem zwei Pasang entfernt von einer anderen Kasbah lag, die der Banditenführerin Tarna gehörte. Es gab einen unterirdischen Tunnel, der beide Kasbahs verband. Das Geld, um die Kasbah des Salzubars zu finanzieren wurde von Gebühren abgeführt, die von hohen Salzhändlern gezahlt wurden, die diese einfach auf den Gesamtpreis ihrer Unterverteiler aufschlugen.

Der Salzubar verwaltete und kontrollierte die Salzgebiete vor allem durch die Regulation des Zugangs zu diesen Bereichen, indem er unter anderem die Papiere und Berechtigungen von Händlern prüfte, Karawanen inspizierte und Handelsaufzeichnungen führte. "Es gibt eine ganze Menge von Leuten, die behaupten, und ich habe keinen Zweifel, dass es wahr ist, dass er und nicht die Händler den Salzhandel der Tahari kontrolliert." (Die Stammeskrieger von GOR, S. 209) Nominell war er Sheriff der Händler und innerhalb seiner Territorien hatte er die Gerichtshoheit und die Vollmacht für Exekutionen. Viele Salzkarawanen reisten nur zwischen den Salzgebieten und den Oasen im Umkreis, während andere von weit entfernten Oasen oder Bereichen wie Kasra oder Tor kamen, gewöhnlich in Begleitung von den Männern des Salzubars. Dem Brauch entsprechend waren die Männer des Salzubars rot verschleiert, da ihre Loyalität keinem Stamm sondern nur dem Schutz des Salzes dienen sollte.

Ungefähr fünf Jahre vor den Ereignissen von Die Stammeskrieger von GOR, infiltrierte ein Mann namens Abdul die Kasbah des Salzubars und setzte den regierenden Salzubar ab. Abdul übernahm seine Position und nahm auch den Alias-Namen von Ibn Saran, eines Salzhändlers aus Kasra, an. Als Salzubar trug er einen scharlachroten Salzschleier, eine scharlachrote Kaffiyeh und ein goldenes Agal-Band. Abdul war außerdem ein Agent der gefürchteten Kurii und ein Teil seines Auftrages bestand darin, zu versuchen, einen Krieg zwischen Aretai und Kavar auszulösen. Die Verschwörung wurde schließlich aufgedeckt und die vereinten Stämme der Tahari griffen seine Kasbah an. Abdul konnte 2500 Söldner zu seiner Verteidigung versammeln, aber er unterlag schließlich doch. Es wurde ebenfalls aufgedeckt, dass er eigentlich einer der Brüder von Haroun, dem hohen Pascha der Kavar, war. Anschließend wurde er in einem Duell mit Haroun getötet.

Etwa zur selben Zeit schickte Haroun Waffen und Vorräte nach Klima, zu T'Zshal. Dies ermöglichte den Salzsklaven, sich zu vereinigen und ihre Freiheit zu erlangen. Ohne den Salzubar würde die Salzindustrie der Tahari Veränderungen erfahren. T'Zshal und viele der früheren Salzsklaven sollten in Klima bleiben, mit den umliegenden Paschas verhandeln und dazu beitragen, den Salzhandel normalisieren zu helfen. Es sollte keinen Salzubar mehr geben. Klima selbst sollte sich verändern, Tavernen und Cafes erhalten. Es sollte schließlich die Form einer normalen Gemeinde der Tahari annehmen.

Eine Kasbah ist eine Festung in der Tahari. Die Mauern sind meist mehrere Fuß dick und aus Steinen und Lehmziegeln errichtet. Dann werden die Mauern mit einem Schimmer eines weißlichen Putzes überzogen. Der Putz wird schließlich wegen der Hitze und Sonne abbröckeln. Einige dieser Kasbahs können recht luxuriös sein. In den meisten Oasen gibt es zahlreiche Gebäude aus rotem Lehm, die viele Jahre überstehen können. Die Fußböden der luxuriöseren dieser Gebäude sind oft von teuren Teppichen bedeckt. Aus diesem Grund, um übermäßige Abnutzung zu vermeiden, werden die Räume selten auf direktem Weg durchschritten. Es gibt Läufer an den Rändern des Raumes, die von den gewöhnlichen Bewohnern benutzt werden, um die Räume zu durchqueren, wenn keine Gäste anwesend sind.

Wenn man das erste Mal eine Oase betritt, ist es üblich, seine Wasservorräte in die Zisterne der Herberge zu schütten. Wenn man die Oase verlässt, wird erwartet, dass man seine Wasservorräte am öffentlichen Brunnen auffüllt und nicht an der Zisterne der Herberge. Da viele der Oasen öffentliche Bäder haben, können viele Männer der Tahari schwimmen. In solchen Bädern kann man sich sowohl reinigen, üblicherweise mit Ölen und Tüchern, und schwimmen.

Im Seidenkrieg von 8110 C.A. kämpften Männer um die Kontrolle bestimmter Karawanenstrassen und um das Recht, Schutzgelder von fahrenden Händlern einzufordern. Er wurde Seidenkrieg genannt, weil zu dieser Zeit der Handel mit Seidenballen aus Turia in der Tahari begann. Sie gelangten dann weiter nördlich nach Tor und Kasra und weiter bis Ar und auch nördlich und westlich. Der Stamm der Bakah wurde während dieses Krieges geschlagen und er ist seitdem ein Vasallenstamm der Kavar. Gewöhnlich werden keine Schutzgelder mehr erhoben. Da die Wasserstellen und Oasen unter Kontrolle stehen, ist es nicht mehr nötig. Die Paschas der Gegend erheben einen Schutzzoll von Karawanen, wenn auch nur von solchen einer Mindestgröße, normalerweise mehr als fünfzig Kaiila. Die Steuer hilft dabei, die Kosten zur Unterhaltung der Krieger zu decken. Dennoch stammen die meisten der Paschas von Banditen ab und sie sind stolz darauf.

Banditenlager sind zwischen niedrigem Buschwerk und Geröll verborgen, oft geschützt durch einen Wall von Dornbüschen. Ihre Zelte sind aus lohfarbenen, unauffälligen Stoffen aus Kaiila-Haar gefertigt. Es gibt keine freie Frauen und keine Kinder in diesen Lagern. "Übrigens tragen die Kaiila der Banditen nie Glöckchen." (Die Stammeskrieger von GOR, S. 22) Gewöhnlich kämpfen Männer nicht zu Fuß, weil so etwas in der Wüste meist den Tod bedeutet. Sie kämpfen vom Rücken einer Kaiila mit dem Scimitar, einer geschwungenen Klinge, da das Kurzschwert wegen seiner geringen Länge nutzlos ist. Der Scimitarus ist ein Zweihänder-Scimitar, allerdings ist nicht bekannt, ob er tatsächlich in der Tahari verwendet wird, oder nicht. Männer führen die Klinge in der rechten Hand. Die rechte Hand dient auch zum Essen, da sie nur mit der Hand essen wollen, die auch Blut aus Stahl zwingen kann. Auch auf dem Rücken einer Kaiila führen die Krieger ein kleines Schild zum Schutz und eine Lanze. Die schlanke Lanze, ungefähr acht goreanische Fuß (2,4 m) lang, endet in einer sehr schmalen, lanzettförmigen Spitze, die ungefähr elf Inch (27 cm) lang ist.

Die Männer der Tahari, wie Goreaner im Allgemeinen, sind geduldige, sehr stolze, leicht zu kränkende Männer mit einem empfindlichen Sinn für Humor. Sie genießen den Krieg. Das Gerücht einer Beleidigung oder eines Verbrechens, nicht gründlich genug hinterfragt, vielleicht sogar absichtlich, kann ausreichen, sie zum Krieg zu verführen. Die meisten großen Schlachten der Tahari gehen auf ein Gemenge individueller Konflikte zurück. Die Namen der Anführer passen nicht in die Kriegsrufe der Stämme der Tahari, denn der Stamm ist das, was wichtig ist. Der Ruf der Aretai lautet "Die Aretai werden siegen" und der der Kavar "Die Kavar sind überlegen". Es ist schwierig, eine ausgedehnte Belagerung in der Tahari durchzuführen, da die Lebensmittelvorräte einer Oase knapp sind, mit Ausnahme der Lager einer Kasbah. Auch die Nachschubwege sind lang und schwer zu verteidigen. Deshalb sind Belagerungen selten. "Die Formen mögen sich ändern, aber in der Tahari, wie andernorts auch, ruhen Ordnung, Gerechtigkeit und Gesetz ultimativ auf der Entschlossenheit von Männern und auf Stahl." (Die Stammeskrieger von GOR, S. 151)

Die Menschen der Tahari sprechen goreanisch, aber sie verwenden eine andere Schriftsprache, das Taharic. Ihr Alphabet ist auf goreanische Phoneme bezogen, deshalb sind es kaum mehr als unvollkommene Ziffern für jemanden, der bereits goreanisch kennt. Taharic besitzt nur Zeichen für vier der neun Vokale. Die Töne der Vokale, die ausdrücklich dargestellt werden, sind durch zierliche Markierungen nahe den anderen Buchstaben gekennzeichnet, fast wie Akzent-Zeichen. Es sind keine vollwertigen Buchstaben. Die anderen fünf Vokale müssen durch den Leser eingefügt werden. Es gab eine Zeit, in der Taharic gar keine Vokale besaß und es gibt noch immer Schüler des Taharic, die die Vokal-Zeichen nicht akzeptieren. Sie glauben, sie seien nur für Schriftgelehrte wichtig. Taharic ist eine sehr graziöse Schrift und es gibt keine Unterscheidung von Groß- und Kleinschreibung und kaum Unterschiede zwischen Druck- und Kursivschrift. Männer verfassen ihre Briefe sehr sorgfältig und kunstvoll, da sie stolz auf sie sind. Ein Mann, der Taharic hastig daherkritzelt oder sich wenig Mühe mit seiner Schrift gibt, wird für unempfänglich für Schönheit gehalten.

Es gibt mehrere Arten von Kleidung, die in dieser Gegend üblich ist. In den Städten und Dörfern sind freie Frauen häufig in Haiks gekleidet. Ein Haik bedeckt gewöhnlich eine Frau von Kopf bis Fuß. Es kann einfach dekoriert sein, zum Beispiel mit einer Zeichnung aus Silberfaden. An den Augen findet sich etwas schwarze Seide, so dass man durch das Gewand nach draußen schauen kann. An den Füßen trägt man weiche, schwarze Pantoffel ohne Absätze und mit hochgebogenen Spitzen. Manchmal steckt man auch Sklaven in einen Haik. "Haik" ist ein arabisches Wort und bezieht sich auf ein großes Stück Baumwolle, Seide oder Wollstoff, das von Männern und Frauen in Nordafrika als äußeres Kleidungsstück getragen wurde. Es scheint als würden in der Tahari nur Frauen einen Haik tragen. Einige Nomaden verschleiern ihre Frauen, andere nicht. Einige Mädchen dekorieren ihre Gesichter mit Mustern, die häufig mit Holzkohle gezeichnet werden.

Männer tragen gewöhnlich eine Jelaba, eine weite gestreifte Robe mit Kapuze und weiten Ärmeln. Die Streifen bezeichnen die Herkunft, zum Beispiel eine Stadt, einen Stamm oder eine Oase. Jelabas werden nicht im Krieg oder bei Überfällen getragen, da die Ärmel beim Gebrauch von Waffen im Weg sein könnten. Stattdessen trägt ein Mann einen Burnus. Ein Burnus ist einfach ein ärmelloser Umhang mit Kapuze. Da die Arme frei sind, kann man leicht reiten und Waffen führen. Einige Leute tragen bunte Schärpen zu ihrer Jelaba oder zum Burnus. So tragen einige Händler Schärpen in prunkvollen Farben, gelb oder lila, um Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen. Auch Kaftane, lange Tuniken mit Ärmeln werden getragen.

Männer tragen auf ihrem Kopf noch die Kaffiyeh mit der Agal. "Die Kaffiyeh ist ein quadratischer Schal, der zum Dreieck gefaltet und auf den Kopf gesetzt wird, zwei Ecken zur Seite der Schultern eine hinten um den Nacken zu schützen. Er wird am Kopf durch mehrere Schleifen Kordel, die Agal, gehalten. Die Kordel weist auf den Stamm oder die Herkunft hin." (Die Stammeskrieger von GOR, S. 20) Die Kordel kann auch auf eine Stadt hinweisen. Einige Männer, meist in den Städten können auch einen Kopfschal tragen, einen gewickelten Turban aus Reptuch. Er schützt den Kopf vor der Sonne und verhindert, dass Schweiß austritt.. Bei Männern aus niederen Kasten kann er auch als weiches Kissen zum Tragen von Kisten und anderen Lasten dienen. Man stabilisiert lediglich den Gegenstand mit der rechten Hand über dem Kopf. In geschlossenen Räumen tragen die Männer meist weiche, absatzlose Pantoffeln mit langen gebogenen Spitzen. In der Wüste tragen die Männer Sandschleier um ihre Gesichter gegen die Elemente zu schützen.

Sklavinnen in der Tahari können jede gewöhnliche Sklavenkleidung tragen, obwohl es einige öfter vorkommende Kleidungsstücke gibt. Es gibt eine Sklavenjelaba, eine schwarz-weiß gestreifte Robe aus Reptuch, kurz, die nur knapp auf den Oberschenkel reicht. Ein aufregenderes Kleidungsstück könnte aus Chalwar und Weste bestehen. Chalwars sind ausgebeulte Hosen aus durchsichtiger Seide, an den Knöcheln eng zusammengerafft und tief auf den Hüften getragen, mehrere Inch unter dem Nabel. Sie sind das, was wir als "Haremshosen" kennen. Man findet als Ergänzung zum Chalwar oft eine seidene Weste, so dass die Taille frei bleibt.

Einige Mädchen müssen auch einen Sklavenschleier tragen, ein kleines Dreieck aus durchsichtiger gelber Seide, das von einer zierlichen Goldkette gehalten wird. Er wird über der Nasenwurzel getragen und bedeckt die untere Hälfte des Gesichtes. Er ist eine Parodie auf die Schleier der freien Frauen. "Der Sklavenschleier ist auf seine Art eine Verhöhnung. Er verhüllt genauso viel, wie er bedeckt und verleiht dennoch einen Hauch von Raffinesse und Geheimnis. Sklavenschleier sind dazu gemacht, abgerissen zu werden, damit die Lippen des Herrn die der Sklavin erobern können." (Die Stammeskrieger von GOR, S. 70) In der Oberklasse der Menschen der Tahari ist es ein Skandal, wenn der Mund einer Frau nicht verhüllt ist. "Der Mund einer Frau wird von Männern aus der Tahari und von Goreanern im Allgemeinen als sexuell sehr provokativ betrachtet." (Die Stammeskrieger von GOR, S. 69-70)

Die freien Frauen der Tahari haben einen bestimmten Platz in ihrer Gesellschaft und sie lernen besondere Fähigkeiten die für ihr Geschlecht als angemessen gelten. Zu diesen Fähigkeiten gehört die Herstellung von Seilen aus dem Haar von Kaiila, das Schneiden und Flechten von Zügeln, das Weben von Stoffen und Matten, die Dekoration und das Besticken mit Perlen von Lederartikeln, der Gebrauch von Mörser und Stößel, die Verwendung der Körnermühle, die Vorbereitung und das Würzen von Eintöpfen, das Säubern der Verr, das Melken von Verr und Kaiila, das Tragen von Wasser, das Hüten des Viehs und das Buttern von Milch in Ledersäcken. Der Gebrauch des Stößels ist eine anstrengende Tätigkeit, da der schwere, am Ende abgerundete Stößel ungefähr fünf Fuß (1,5 m) lang und an der Basis mehr als fünf Inch (12 cm) dick ist. Er wiegt ungefähr dreißig Pfund und wird in einer schweren Holzschüssel eingesetzt, die mehr als ein Fuß (30 cm) tief ist und achtzehn Inch (45 cm) Durchmesser hat. "Auf Gesteinsbrocken aufgebockte Metallgestelle, etwa zwei Fuß (0,6 m) lang und sechs Inch (15 cm) breit werden von den Nomaden mitunter benutzt, um Lebensmittel zu braten." (Die Stammeskrieger von GOR, S. 21)

Frauen, egal ob frei oder versklavt, werden in der Tahari gewöhnlich in einer Kurdah transportiert. Eine Kurdah ist ein halbkreisförmiger Rahmen aus Tem-Holz, an der breitesten Stelle ungefähr ein Yard (0,9 m) breit und vier Fuß (1,2 m) hoch. Sie ist vorn offen, hat einen flachen Boden und ist halbkugelig. Der Rahmen ist von Schichten weißen Rep-Tuchs bedeckt, um die Sonneneinstrahlung zu reflektieren. Die Vorderseite wird von einem Vorhang aus weißem Rep-Tuch verschlossen. Sie ist leicht und sie kann von einer Packkaiila getragen werden, an das Tier geschnallt und durch Arme stabilisiert, die sich auf beiden Seiten an der Packdecke abstützen. Im Inneren können seidene Kissen sein, abhängig davon, wer darin transportiert wird. Es ist nicht nötig, eine Sklavin in der Kurdah anzuketten, da die Wüste als hervorragender Käfig dient.

Einige Frauen in der Tahari benutzen Gegenstände, die man woanders eher bei Sklavinnen vermuten würde. Freie Mädchen, die das Alter für eine Freie Gefährtenschaft (das genaue Alter wird nicht erwähnt) erreicht haben, können ihre Verfügbarkeit dadurch signalisieren, dass sie ihren linken Fußknöchel mit einem Jungfrauenglöckchen schmücken. Der helle und klare Ton der Jungfrauenglocke ist leicht vom viel sinnlicheren Ton der Sklavenglöckchen zu unterscheiden. Manchmal legt eine Gruppe von freien Mädchen als dummen Streich Sklavenglöckchen unter ihrem Haik an und läuft so durch die Stadt. Unglücklicherweise für sie, enden sie mitunter in Gefangenschaft und sie werden verkauft. "Ein schön bemessener Schritt gilt in der Tahari als attraktiv bei Frauen." (Die Stammeskrieger von GOR, S. 45) Deshalb werden bei Sklavinnen häufig leichte Laufketten benutzt, die die Knöchel fesseln, wobei die Ketten auf einen Abstand zwischen zwei (5 cm) und zwanzig Inch (50 cm) eingestellt werden können. Es gibt Uneinigkeit darüber, welche Schrittlänge die schönste ist und sie variiert wahrscheinlich mit der Größe des Mädchens und ihrer Hüftweite. Auch feie Frauen, meist im Freien, können ihre Schrittlänge bemessen, manchmal mit Seidenbändern oder sogar mit einer Kette, obwohl sie dann den Schlüssel behalten.

Sklavinnen in der Tahari werden meist mit dem "Kef" gebrannt, obwohl der Buchstabe in Taharic geschrieben ist. Es wird auch die Druckform statt der kursiven Form benutzt, die allerdings auch so blumig aussieht. "Kalte, weißhäutige Frauen sind für die Männer der Tahari interessant. Sie genießen es, sie zum Dienen zu zwingen. Sie genießen es, diese auf ihren Unterwerfungsmatten zu hilflosen lüsternen Sklavinnen zu machen. Außerdem sind blauäugige blonde Frauen in den Gebieten der Tahari selten." (Die Stammeskrieger von GOR, S. 44) Solche Frauen können in dieser Gegend einen hohen Preis bringen. In einigen Kasbahs findet man einen "Bewertungskreis", in dem Sklavinnen ausgestellt werden. Einer dieser Kreise war ein scharlachroter, sieben Fuß (2,1 m) durchmessender Marmorkreis. Die Männer der Tahari mögen auch keine zu dürren Sklavinnen. "In der Tahari wird eine Frau oft schon Tage vor ihrem Verkauf mit Nahrung voll gestopft, manchmal sogar zwangsernährt, wenn nötig. Viele Männer der Tahari mögen gern weiche, hübsche, fleischige, kleine Sklavinnen." (Die Spieler von GOR, S. 219) Gemäß der Handelsgesetze und dem Brauch der Tahari ist ein Gefangener solange kein Sklave, bis er gebrannt, in den Kragen gelegt wurde oder eine Unterwerfungsgeste vollzogen hat. Sklaven können dazu gezwungen werden, sich auf Unterwerfungsmatten, sehr groben Matten, zur Schau zu stellen. Es gibt noch andere Sklavenmatten aus rauen Fasern, die nicht ganz so grob sind. Sklaven, sowohl männliche wie auch weibliche, können in einem Serail gehalten werden, ein Ausdruck, der "Harem" bedeutet. Es wird als furchtbare Erniedrigung betrachtet, eine Frau der Tahari, egal ob frei oder versklavt, zu zwingen, die Füße eines Mannes mit ihren Haaren zu trocknen.

Die Männer in der Tahari, wie die meisten goreanischen Männer sehen gern zu, wenn Sklavinnen tanzen. Viele Mädchen in der Tahari benutzen Zills, Fingerzimbeln, beim Tanz. Zills werden meist an Daumen und Zeigefinger beider Hände getragen. Bekannte Namen von Tänzerinnen der Tahari sind: Feiqa, Aytul, Benek, Emine, Faize, Mine, Yasemine und Yasine. Es kommt auch oft vor, dass sie Tanzketten benutzen.

"Sie trug eine goldene Tanzkette aus Metall um ihren Hals, Goldketten schwangen sich graziös von ihren Handgelenken zum Ring ihres Kragens und von dort zu ihren Fußgelenken. Es gibt verschiedene Arten von Tanzketten in der Tahari - sie trug das Oval und den Kragen. Kurz kniet das Mädchen, während es fertig gemacht wird und nachdem sie Glöckchen, Seide und Armreifen bekommen hat, geschminkt und parfümiert ist, mit gesenktem Kopf in einem Oval aus leicht funkelnden Tanzketten und streckt ihre Arme vor sich aus. An den Seiten des Oberteils des Ovals sind zwei Armringe befestigt, an den Seiten des unteren Bogens zwei Knöchelringe. Dann wird das Oval nach innen gezogen und die Arm- und Knöchelringe werden an der Sklavin befestigt. Ihr Hals wird dann in den Tanzkragen geschlossen, der unter dem Kinn einen Karabinerhaken besitzt. Mit der linken Hand wird dann das Oval zusammengefasst, so dass die beiden Kettenstränge in der Fläche der linken Hand liegen, um danach angehoben und in den Karabinerhaken gelegt zu werden, der dann geschlossen wird, während die beiden Kettenstränge frei durch den Karabinerhaken laufen können. Dementsprechend kann ein Großteil der Ketten, obwohl die Hand- und Fußgelenke des Mädchens in großzügigem aber unerbittlichen Abstand voneinander fixiert sind, meist ungefähr ein Yard (0,9 m) für die Handgelenke und ungefähr achtzehn Inch (45 cm) für die Fußgelenke, vor und zurück durch den Ring am Kragen laufen. Das erlaubt einem geschickten Mädchen eine Menge wunderschöner Arbeit an der Kette. Oval und Kragen sind eine Tradition in der Tahari. Sie unterstreichen die Schönheit eines Mädchens. Sie greifen wenig in ihren Tanz ein, obwohl sie ihm einfache, sinnliche Grenzen setzen. Eine gute Tänzerin nutzt diese Grenzen, erkundet sie auf köstliche Weise. So kann sie zum Beispiel ein Handgelenk ausstrecken, fast unmerklich die Kette mit der anderen Hand an ihrer Hüfte halten. Die Kette gleitet durch den Ring, ist zu kurz für die geplante Bewegung, die Kette stoppt das Handgelenk, welches rebelliert, aber hilflos ist. Es muss sich fügen, ihr Kopf senkt sich, sie ist eine Sklavin in Ketten."
(Die Stammeskrieger von GOR, S. 215)

Manchmal, wenn ein Mädchen in der Tahari bestraft wird, wird ihr befohlen, zu ihrem Alkoven zu gehen, wo sie später ihre Bestrafung erfahren wird. Nackt muss sie sich auf Knien zum Alkoven bewegen, ihr ist verboten, sich auf ihre Füße zu erheben. Sie muss eine Peitsche im Mund tragen und kann nicht sprechen. Wenn sie die Peitsche fallen lässt, bringt ihr das weitere zwanzig Hiebe ein. Offensichtlich ist sie in diesem Augenblick sehr verletzlich und deshalb kann sie von einem Mann begleitet werden, der als ihr Wächter und Sprecher fungiert. Die Aufgabe dieser Wache ist nicht, sicher zu stellen, dass das Mädchen nicht flieht, sondern sie vor anderen Sklavinnen zu beschützen. Er trägt einen Lederriemen oder eine Seilrolle mit sich und benutzt sie reichlich um andere Sklavinnen abzuwehren. Seine Aufgabe als Sprecher verlangt von ihm, das "Peitschen Lied" vorzutragen, eine Serie von Rufen und Ankündigungen, die andere Sklavinnen anlocken sollen, damit sie Zeugen werden, wie das Mädchen ihren Weg zur Strafe zurücklegt. Diese Sklavinnen bilden eine Gasse, durch die das Mädchen kriechen muss. Die anderen werden das Mädchen anspucken, sie beschimpfen und sie vielleicht sogar schlagen. Der Wächter stellt sicher, dass die Dinge nicht aus der Hand gleiten. Allerdings werden diese Sklavinnen im Allgemeinen keine Zeugen der eigentlichen Auspeitschung. Diese findet meist sehr privat statt.

Es gibt in der Tahari eine sehr geringe Quote an Kindersterblichkeit. Die Kinder von Nomaden werden für achtzehn Monate gestillt, sehr viel länger als in anderen Gegenden, fast doppelt so lange wie normaler Weise auf der Erde und noch einmal die Hälfte der normalen Zeit goreanischer Kinder. Die Kinder sind sicher innerhalb ihrer Familien. Sie sind meist kräftig, freimütig und selbstvertrauend. Die Erwachsenen werden einem Kind immer zuhören, denn es gehört zum Stamm. Kleine Kinder werden oft gebadet, auch wenn manchmal nur mit einem Tuch und einer Tasse Wasser, obwohl die Erwachsenen oft Monate verbringen, ohne sich zu waschen. Man gewöhnt sich an die aufdringlichen Gerüche und den angesammelten Schweiß und Schmutz. Kinder tragen keine Kleidung, bis sie fünf oder sechs Jahre alt sind. Sie verlassen den Schatten des Zeltes nicht während des Tages aber in der Nacht gehen sie nach draußen und spielen. Ihre Mütter lehren sie das geschriebene Taharic, indem sie die Buchstaben in den Sand malen.

Es gibt weitere Bräuche in der Tahari.

Wenn sie jemand grüßen oder sich verabschieden, verbeugen sie sich gewöhnlich zweimal und streichen mit ihrer Handfläche über die Handfläche der anderen Person.

Die Abschiedsworte sind meist "Mögen Deine Wassersäcke nie leer sein" oder "Mögest Du immer Wasser haben".

Ein Mensch beugt seinen Kopf aus Höflichkeit, wenn er ein Kompliment erhält.

"Indem ich mit ihnen ihr Wasser geteilt hatte, machte ich mich, nach dem Brauch der Tahari, zu ihrem Gast." (Die Stammeskrieger von GOR, S. 143)

An einer Stelle gibt Tarl einem Jungen der Tahari ein Chronometer als Geschenk. Der Junge nimmt den Gegenstand und bietet ihn seinem Vater an, der ihn dem Jungen zurückgibt. Dann bietet der Junge ihn allen seinen Angehörigen an, die zugegen sind und auch sie geben ihn dem Jungen zurück. Es ist unklar, ob dies eine Pflicht nur für Kinder ist oder für alle, die in den Stämmen der Tahari Geschenke erhalten.

"Lasst Salz zwischen uns sein" beschreibt die Absicht, eine enge Verbindung miteinander einzugehen, eine Art Bruderschaft. Salz wird auf die Rückseite des Handgelenks beider Männer gegeben. Dann tauchen die Männer ihre Zungespitze in das Salz des jeweils anderen Mannes. Dieses Band ist offenbar sogar stärker als die Bindung eines Mannes zu seinem Stamm. " 'Es ist eine harte Wahl, die Du mir aufzwingst', sagte Hassan, 'zwischen meinem Bruder und meinem Stamm zu wählen.' Dann sagte er: 'ich bin aus der Tahari, ich muss meinen Bruder wählen.' " (Die Stammeskrieger von GOR, S. 277)

Ein Mensch, der eines Verbrechens beschuldigt wird, kann gezwungen werden, auf einem "Kreis der Anschuldigung" zu knien.

Hier sind ein paar Sprichworte der Tahari

" 'Wirklicher als das Gesetz ist das Herz', sagte das Mädchen, indem es ein Sprichwort der Tahari zitierte."
(Die Stammeskrieger von GOR, S. 146)

"Ein guter Kampf, hörte ich Männer der Tahari sagen, die sich über die Lippen leckten, rechtfertigt jeden Grund."
(Die Stammeskrieger von GOR, S. 177)

"Die Wüste ist meine Mutter und mein Vater."
(Die Stammeskrieger von GOR, S. 264)

Ein Bereich, der in den Büchern nicht wirklich angesprochen wird, betrifft die Religion des Taharigebietes. Es könnte Eingeweihte in den Städten geben, aber es ist zweifelhaft, dass sie auch in den Ödgebieten leben sollten. Etwas, was wir über die Tahari wissen, ist, dass es einen eigenen Aberglauben gibt. Dazu gehört auch der Dschinn, auf der Erde auch als Djin oder Jeanie bekannt. In den Mythen der Erde waren Dschinns mächtige Geister, die Wünsche wahr werden lassen konnten. Für die Menschen der Tahari sind die Dschinns auch Geister. Aber sie sind nicht immer wohlwollend. Es gibt auf der Erde Geschichten über ähnliche Wesen, die man Ifrits nennt, die im wesentlichen bösartige Dschinns sind. Wenn man in der Tahari Dschinns kennt, dann ist es wahrscheinlich, dass man auch verwandte Geister wie Ifrits kennt.

Einer der kontroversen Aspekte von Die Stammeskrieger von GOR betrifft die Figur Tarna, ein weiblicher Banditenhauptmann. Sie führt eine Bande von vier bis fünfhundert Räubern an und kämpft mit dem Scimitar. Tarna ist atemberaubend schön mit langem dunklen Haar und sehr dunklen Augen. Sie wird auch als graziös beschrieben, leicht und lebendig. Einige Leute benutzen sie, um das Vorhandensein weiblicher Krieger auf Gor zu begründen. Eine etwas gründlichere Untersuchung von Tarnas Rolle sollte helfen, eine solche Rechtfertigung zu entkräften.

Tarna wurde in die Führungsposition über eine Räuberbande durch den Salzubar eingesetzt. Sie hat den Posten nicht durch ihre eigene Kampfkunst verdient. Sie war lediglich ein Werkzeug des Salzubars, der wiederum ein Agent der Kurii war. Nachdem sie nicht mehr von Nutzen war, wäre Tarna versklavt worden. Tarnas Kasbah liegt ungefähr zwei Pasang westlich der Kasbah des Salzubars. Ihre Kasbah hat ein männliches Serail, wo sie ihre männlichen Sklaven hält. Zwei Sklavinnen, Ali und Fina herrschen in diesem Serail und haben Befehlsgewalt über die Kajiri. Sie werden von den bewaffneten Wachen außerhalb des Serail unterstützt. Tarna wird sogar schließlich vom Salzubar ihre Befehlsgewalt entzogen. Tarnas Herkunft wird geheimnisvoll verschleiert, aber ihr scheinen einige der Bräuche der Tahari unbekannt zu sein. Zum Beispiel scheint sie die richtigen Kriegsrufe der hohen Stämme nicht zu kennen. Sie und ihre Räuber zerstören auch Brunnen, ein verabscheuungswürdiges Verbrechen.

Gab es weitere weibliche Banditenführer in der Tahari? Der Augenschein spricht dagegen. " 'Und am allermerkwürdigsten', sagte der Händler, indem er sich vorbeugte und uns aufmerksam anschaute, 'ist die Tatsache, dass die Räuber der Aretai von einer Frau angeführt wurden.' " (Die Stammeskrieger von GOR, S. 158) Es ist klar, dass solch eine Frau eine Anomalie darstellt, weit von der Norm entfernt. Wie geschickt war Tarna mit dem Scimitar? Tarna behauptet geschickter mit dem Scimitar umgehen zu können, als jeder Mann. Allerdings wird das nicht durch Belege unterstützt. Niemand anderes wiederholt ihre Vermutung. Es ist unbekannt, wie sie lernte, mit dem Scimitar zu kämpfen. Sie verwickelt sich in ein Duell mit Tarl Cabot und er stellt fest: "Sie war nicht ungeschickt." (Die Stammeskrieger von GOR, S. 329) Aber er verteidigt sich auch nicht mit voller Stärke, um ihren Arm nicht zu ermüden. Er sagt ihr schließlich: "Du bist kein Gegner für einen Krieger." (Die Stammeskrieger von GOR, S. 329) Er bemerkt für sich selbst, dass die meisten männlichen Krieger sie leicht besiegen könnten. Es ist auch interessant, dass Tarl sie nur mit männlichen Kriegern vergleicht. Denn wenn es weibliche Krieger geben würde, dann hätte er sie sicherlich mit diesen verglichen. Da er es nicht tut, erscheint es logisch, dass solche weiblichen Krieger nicht existieren.

Die Handlung von Die Stammeskrieger von GOR dreht sich um einen schrecklichen Plan der Kurii den gesamten Planeten Gor mit einer einzigen mächtigen Bombe zu zerstören. Um eine Entdeckung zu vermeiden, wurde diese Bombe tief im Dünenland der Tahari versteckt. Agenten der Kurii versuchten dann, einen Krieg zwischen den Stämmen der Aretai und der Kavar anzuzetteln, so dass der entstehende Konflikt jeden davon abhalten würde, die Wüste zu betreten und auf ihre Bombe zu stoßen. Aber Tarl Cabot, der Hinweise untersuchte, die ihn in die Gegend der Tahari führten, wurde nicht durch die Möglichkeit von Krieg abgeschreckt. Agenten der Kurii versuchten, Tarl aufzuhalten, auch indem sie versuchten, ihn zu versklaven, aber er war in der Lage, sie auszutricksen. Schließlich, mit der Hilfe eines schurkischen Kur, der Gor nicht zerstört sehen wollte, war Tarl in der Lage, die zerstörerischen Pläne der Kur zu durchkreuzen. Außerdem erlangte er ein besonderes Werkzeug der Kurii, einen Ring, der seinen Träger unsichtbar machte. Dieser Ring sollte später in die Handlung von Die Erforscher von GOR passen.

(Übersetzung von Phil)

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